26.01.2017 13:08
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Im Osten deutlich höher: Wo der Strom in Deutschland am teuersten ist

Strompreise im Vergleich: Im Osten deutlich höher: Wo der Strom in Deutschland am teuersten ist | Nachricht | finanzen.net
Strompreise im Vergleich

Deutschland gehört zu den teuersten Ländern Europas - zumindest was die Strompreise angeht. Doch nicht überall in der Bundesrepublik zahlen Stromnutzer die gleichen Preise: Tatsächlich hängt die Höhe der Stromrechnung primär davon ab, in welchem Bundesland man lebt.

Wer im Osten Deutschlands lebt, zahlt durchschnittlich mehr für seinen Strom als ein vergleichbarer Haushalt im Westen der Republik. Zu diesem Ergebnis kommt das Vergleichsportal Verivox nach einer bundesweiten Auswertung der Strompreise.

Bremer kommen am günstigsten weg

Am niedrigsten fällt die Stromrechnung für Einwohner von Bremen aus. Durchschnittlich 1.054 Euro zahlen Haushalte mit einem angenommenen Durchschnittsverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) hier im Jahr für Strom. Ebenfalls vergleichsweise günstig fällt die Rechnung in Deutschlands größtem Bundesland, Bayern, aus. Dort schlagen Energiekosten pro Jahr mit durchschnittlich 1.082 Euro zu Buche - damit zahlen bayerische Haushalte knapp 30 Euro mehr als ihre Bremer Pendants. Auch in Niedersachsen (1.088 Euro) und Hessen (1.096 Euro) fallen die Stromrechnungen vergleichsweise moderat aus.

Ost-Bundesländer führen die Liste an

Wer hingegen in Brandenburg auf seine Energieabrechnung schaut, der dürfte durchschnittlich einen Betrag von 1.180 Euro dort zu sehen bekommen. Damit zahlen Haushalte in Brandenburg jährlich rund 126 Euro mehr im günstigsten Strom-Bundesland, Bremen, fällig wird. Auch in Mecklenburg-Vorpommern fällt die Rechnung vergleichsweise hoch aus: 1.164 Euro werden hier für 4.000 Kilowattstunden im Jahr fällig. Thüringen folgt mit 1.146 Euro im Jahr auf Platz 3, danach erst folgt mit Hamburg das erste westdeutsche Bundesland.

Strompreise nach Bundesländern im Überblick

Platz 1: Brandenburg - 1.180 Euro
Platz 2: Mecklenburg-Vorpommern - 1.164 Euro
Platz 3: Thüringen - 1.146 Euro
Platz 4: Hamburg - 1.145 Euro
Platz 5: Berlin - 1.140 Euro
Platz 6: Schleswig-Holstein - 1.139
Platz 7: Sachsen-Anhalt - 1.135 Euro
Platz 8: Sachsen - 1.133 Euro
Platz 9: Saarland - 1.132 Euro
Platz 10: Rheinland-Pfalz - 1.125 Euro
Platz 11: Baden-Württemberg - 1.113 Euro
Platz 12: Nordrhein-Westfalen - 1.101 Euro
Platz 13: Hessen - 1.096 Euro
Platz 14: Niedersachsen - 1.088 Euro
Platz 15: Bayern - 1.082 Euro
Platz 16: Bremen - 1.054 Euro

Netzentgelte verursachen die Unterschiede

Wie die deutlichen Unterschiede bei den Strompreisen hierzulande zustande kommen, erklärt sich durch unterschiedliche Netzentgelte, die in den östlichen Bundesländern deutlich höher ausfallen, als in den westlichen Bundesländern. Diese machen rund ein Viertel des Gesamtstrompreises aus, so Verivox in einer Pressemitteilung. Zudem seien Teile der Mehrkosten auch auf die Folgen der Energiewende zurückzuführen. "Sie macht sich auf der Stromrechnung nicht nur direkt durch die steigende Ökostromumlage bemerkbar, sondern auch durch höhere Netzgebühren. Denn Übertragungsnetzbetreiber müssen immer häufiger in die Netzregulierung eingreifen, zum Beispiel dann, wenn im Norden zu viel Windstrom in das Stromnetz fließt. Diese Stabilitätsmaßnahmen kosten Geld und treiben die Netzentgelte und damit die Stromkosten regional unterschiedlich in die Höhe", so Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox.



Redaktion finanzen.net

Bildquellen: kaczor58 / Shutterstock.com, Jeff Chevrier/Istockphoto, Istockphoto
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