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14.03.2012 15:04

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THE WALL STREET JOURNAL

Der langsame Abschied von der US-Immobilienkrise


Während die Häuserpreise in den meisten amerikanischen Städten immer weiter fallen, kann der aufkeimende Immobilienboom in Phoenix im Bundesstaat Arizona als Beispiel für den Rest des Landes vorausgehen.




PHOENIX — Die amerikanische Immobilienkrise hat Phoenix besonders hart getroffen. Zwischen 2006 und Ende 2011 fielen die Häuserpreise in der weitläufigen Wüstenmetropole um 55 Prozent. Bei den Zwangsversteigerungen war der Bundesstaat Arizona 2009 plötzlich bundesweit an dritter Stelle. Hunderttausende Hausbesitzer schulden ihrer Bank derzeit mehr, als ihr Haus wert ist. Überraschenderweise geht es in Phoenix aber nun auf breiter Front aufwärts. Der steile Verfall der Häuserpreise hat neue Käufer angelockt. In anderen Städten war eine Erholung bisher nicht möglich, da Unmengen von Häusern zum Verkauf stehen und zwangsversteigert werden. In Phoenix jedoch ist das Angebot knapp. „Phoenix hat den Tiefpunkt erreicht", sagt Thomas Lawler, ein unabhängiger Immobilienökonom, der als einer der ersten vor sechs Jahren gewarnt hatte, dass die Preise in überbebauten Metropolen bald fallen würden. Die gebeutelten US-Häusermärkte sind in einer schwierigen Position. Viele der traditionellen Aufsteiger, die ihr Haus verkaufen um sich ein größeres zuzulegen, können oder wollen gerade nicht verkaufen, da die Preise so weit gefallen sind. Damit fallen sie auch als Käufer aus.Phoenix hat dafür ein Gegenmittel gefunden. Die niedrigen Preise locken erstmalige Käufer und Investoren an, die ihre Immobilien in Mietshäuser umwandeln. Die örtliche Wirtschaft ist auf einem aufsteigenden Ast, da große Firmen wir Amazon und Intel wieder einstellen – was wiederum die Nachfrage nach Häusern in die Höhe treibt. Außerdem kaufen viele Kanadier in Phoenix Häuserschnäppchen, da der Dollar-Wechselkurs für sie gerade gut steht. Unabhängige Kleinanleger helfen ebenfalls dabei, das Angebot auszuschöpfen. „Ich strapaziere meinen Immobilienmakler gerade ganz schön", sagt Robert Gerundo, der vergangenen Monat einen Kaufvertrag für eine Wohnung unterschrieben hat. Er hat 50.200 Dollar dafür bezahlt, etwas mehr als der Preis, den die Bank ...

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