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15.09.2009 14:00

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THORSTEN POLLEIT

„Das Geldmonopol sorgt systematisch für Krisen“


Seite 4 von 4:
Ist es überhaupt möglich, die Liquidität aus dem Markt zu nehmen, ohne den Wirtschaftsaufschwung zu gefährden?

Polleit: Eine Abkehr vom immer stärkeren Ausweiten der Geldmenge durch Kredite, an das sich die Volkswirtschaften in den letzten Dekaden gewöhnt haben, ist ohne Anpassungsrezession vermutlich nicht zu haben. Doch je früher Reformschritte eingeleitet werden, die den Weg zurück zu nachhaltig gutem Geld ebnen, desto geringer werden die Kosten des Umkehrens sein.

Die Teuerungsrate wird bislang anhand eines fiktiven Warenkorbs gemessen. In diese Inflationsmessung überhaupt noch angemessen?

Polleit: Investoren sollten, wenn sie sich ein Bild über die Entwicklung des Tauschwerts von Geld machen wollen, verstärkt auf das Geldmengenwachstum achten. Das ist in der Regel weitaus aussagekräftiger als das Betrachten eines Preisindexes im Zeitablauf. Der Versuch, die allgemeine Preisentwicklung – also die Symptome der Geldmengenentwicklung – mit einem Index messen zu wollen, wird immer unzureichende Ergebnisse bringen. Die aktuelle Krise ist, und ich hatte bereits versucht, das deutlich zu machen, eine Folge eines Geldsystems, in dem Geld per Kredit „aus dem Nichts“ geschaffen wird. Der Schaden ist bereits unwiderruflich aufgelaufen. Nun ist es höchste Zeit, daraus die richtigen Lehren zu ziehen und entsprechende Reformwege zu identifizieren, denke ich.

Wie können Anleger am besten von den Folgen der Liquiditätsausweitung profitieren?

Polleit: Wenngleich auch die laufende Teuerungsrate relativ gering ist, so sollte das nicht den Blick dafür verstellen, dass der Geldwert zusehends in Gefahr gerät. Langfristig orientierte Investoren sollten sich verstärkt mit „realen Vermögenswerten“ – und hierzu zählen Immobilien, Anteile am Produktivkapital und natürlich auch Rohstoffe – beschäftigen.

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Kommentare zu diesem Artikel

dogthor schrieb:
15.09.2009 23:46:04

Zum nachdenken!!!
Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.
Mayer Amschel Rothschild

Christian schrieb:
15.09.2009 18:15:09

Herr Polleit ist eng verbandelt mit den Rothschilds und Rockefellers. Diese horten momentan Gold und wollen eine auf Gold basierte Weltwärung und private Weltbank voranbringen. Das Ende wäre ein Monopol über das Weltfinanzsystem durch private Hand. Die NWO lässt grüssen...

andi83 schrieb:
15.09.2009 17:31:47

markus k., er spricht vom privatisieren, nicht vom privat-monopolisieren! das ist ein riesen unterschied.
es darf nur kein staatlich geschuetztes privates gelddruckmonopol geben.

Einstein schrieb:
15.09.2009 17:17:21

Die Krisenbekämpfung durch Liquidität ist unverzichtbar. Der Exit muss jedoch adäquat und rechtzeitig erfolgen, sonst sind Verwerfungen vorprogrammiert.
Eine Privatisierung des Geldmonopols würde nur neue Probleme schaffen. Eine angemessene und gezielte Regulierung ist unverzichtbar.

Markus.K schrieb:
15.09.2009 16:40:31

das kann nicht ernst sein oder???

die FED ist fast seit einem jahrjundert privat!!!!!

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