18.04.2013 14:15

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UMFRAGE VON LEGG MASON

Deutsche Anleger schätzen regelmäßige Erträge


Angesichts der Schuldenkrise sind derzeit für deutsche Anleger Produkte mit festen Erträgen am interessantesten.

Dies ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Fondsanbieters Legg Mason in 13 Ländern. "Trotz der geringen Risikobereitschaft sind sich die deutschen Anleger über das aktuelle Niedrigzinsumfeld im Klaren und auf der Suche nach höheren Renditen", sagte Klaus Dahmann, der bei Legg Mason für das Geschäft in Deutschland verantwortlich ist. "Produkte mit festen Erträgen scheinen Anleger gut schlafen zu lassen."

    38 Prozent der befragten Deutschen hatten in der Umfrage angegeben, dass ihnen Produkte mit regelmäßigen Erträgen wichtiger seien als vor fünf Jahren. Dies war der größte Wert unter allen möglichen Antwort-Alternativen. Die sogenannten Income-Produkte wie etwa Dividenden-, Anleihen- oder Immobilienfonds versprechen relativ regelmäßige und teils auch attraktive Erträge.

    Das Interesse an diesen Anlagevehikeln hängt laut der Umfrage auch davon ab, ob die Investoren sich beraten lassen oder nicht. Denn nur 31 Prozent der Befragten, die keinen Berater haben, möchten verstärkt in diese Anlagen investieren. Demgegenüber bekundeten 54 Prozent der privaten Investoren, die sich beraten lassen, ihr Interesse. "Berater klären ihre Kunden zunehmend über die Vorteile von Produkten mit regelmäßigem Einkommen auf", fuhr Dahmann fort.

    Der Untersuchung zufolge nutzen private Investoren Anlageprodukte mit festen Erträgen hauptsächlich zum Schutz und zur Erweiterung des Vermögens. Zudem würden sie zur Deckung der Lebenshaltungskosten genutzt.

    Mit Blick auf die beliebtesten Anlageregionen steht Europa weit oben in der Gunst der Investoren. Auch etwa zwei Drittel der befragten deutschen Anleger, die bereits in Produkte mit festen Erträgen investieren, legen ihr Geld außerhalb ihres Heimatmarktes an - obwohl gerade den Deutschen häufig der Hang zur Anlage im eigenen Land unterstellt wird. Ebenfalls attraktiv in den Augen der hiesigen Investoren sind die USA.

    Die wachstumsstarken BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China oder andere Schwellenländer hingegen werden weniger in Betracht gezogen. "Die deutschen Investoren, die feste Erträge erzielen möchten, sind zwar nicht auf ihren Heimatmarkt fixiert. Gleichwohl spielen räumliche oder kulturelle Nähe sowie nicht unbedingt rationale Argumente und auch Vorurteile eine wichtige Rolle bei der Anlageentscheidung", sagte Dahmann. So falle auf, dass die Franzosen lieber in Brasilien oder Indien als in Großbritannien investierten.

    Das Analyseinstitut NorthStar Research Partners hatte im Auftrag von Legg Mason 3.028 Anleger im Alter von 40 bis 75 Jahren befragt. Das Anlagevermögen der Befragten betrug mindestens 150.000 Euro./la/zb/kja

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Laborant / Shutterstock.com

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