02.09.2010 10:06
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Erfolgreich investieren – das geht auch ohne Aktien!

Vermögensverwalter-Kolumne
Was treibt die Börsenkurse auf mittlere Sicht – Notenbank-Zinsen, Unternehmensgewinne oder die Konjunktur?
Keines der dreien! Der Motor hinter dem Auf und Ab der Börsenkurse ist die Massenpsychologie der Anleger. Wer diese lesen kann, hat beim Investieren einen klaren Vorteil – und meidet nun Aktien!

Von Walter Blumtritt, Portfoliomanager der KSW Vermögensverwaltung AG in Nürnberg

Im Gespräch mit potenziellen Kunden zeigt sich derzeit immer wieder: Bei einem Dax-Stand von rund 6.100 Punkten und einem Plus von fast 75 Prozent in eineinhalb Jahren juckt es vielen in den Fingern. Jetzt müsse man doch Aktien im Depot haben, heißt es. Zur Begründung wird auf die positiven Kommentare in den Medien zurückgegriffen: Die Konjunktur brummt, die Unternehmensgewinne sprudeln, und die Zinsen sind niedrig. Stimmt alles – mit einer Einschränkung: Es handelt sich um Daten aus der Vergangenheit, die der Anleger nutzt, um seine Kauflust zu begründen. Und das bringt uns zur Psychologie.

Der Optimismus ist am Top am größten

Wenn Aktienmärkte – so wie vermutlich derzeit – Top-Formationen ausbilden, an die sich oft drastische Kursstürze anschließen, sieht die Zukunft auf fast schon notorische Weise rosig aus. Wie könnte es anders sein? Es gibt ja gute Gründe, warum Aktien in den vergangenen Monaten gestiegen sind. Typischerweise machen die meisten Anleger in dieser Situation zwei Fehler. Zum einen schauen sie kaum länger als ein Jahr zurück und erkennen so nicht, ob der längerfristige Trend nach unten oder oben gerichtet ist. Zum anderen schreiben sie den jüngsten Aufwärtstrend ohne Vorbehalte in die Zukunft fort. Beides kann sie teuer zu stehen kommen.

Bis zu 200 Prozent Gewinn waren drin

Deshalb ein nüchterner Blick auf die Fakten: Wer vor dem Hintergrund vieler positiver Kommentare Ende 2007 in Aktien investierte, sieht sich bei einer 100.000-Euro-Investition aktuell einem Verlust von 21.000 Euro gegenüber. Bezogen auf die vergangenen zehn Jahre beläuft sich das Minus auf rund 13 Prozent. Ähnlich sieht es in den USA aus. All das zeigt deutlich, dass der längerfristige Trend bei Aktien zumindest nicht nach oben gerichtet ist. Gleichwohl gelten Dividendentitel noch immer als der Motor für das Depotwachstum – warum eigentlich? Schließlich brachte Festgeld in den vergangenen zehn Jahren eine kumulierte Rendite von 35 Prozent, ein Mix aus Bundesanleihen immerhin 70 Prozent und ein Gold-Investment in Euro erzielte sogar ein Plus von 200 Prozent.

Diversifikation und Timing als Erfolgsfaktoren

All das zeigt: Anleger sollten ihr Portfolio auf mehrere Anlageklassen verteilen, statt trotz erhöhtem Risikopegel einseitig auf Aktien zu setzen. Wer dann statt einer Kaufen-und-Halten-Strategie noch ein systematisches Markt-Timing einsetzt, erhöht seine Erfolgschancen beim Investieren deutlich. Freilich: Dazu braucht es Know-how und den Mut, in einem negativ erscheinenden Umfeld zu investieren und auf hohem Kursniveau wieder zu verkaufen. Ein unabhängiger Vermögensverwalter kann dabei helfen. Ob er sein Geld wert ist, können Anleger daran ablesen, ob seine Durchschnittsperformance dauerhaft überzeugt.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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