04.02.2013 09:28
Bewerten
 (4)

Mehr als 50 Prozent Aktienquote ist Zockerei

Vermögensverwalter-Kolumne: Mehr als 50 Prozent Aktienquote ist Zockerei | Nachricht | finanzen.net
Vermögensverwalter-Kolumne

Aktien, Aktien, Aktien lautet derzeit die herrschende Investmentstory. Sie stimmt, aber es gilt auch: alles in Maßen.

Von Uwe Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Vermögensverwaltung Meridio AG, Köln

Aktienquoten von mehr als 50 Prozent hebeln zwar in der Aufwärtsbewegung die Performance. Das eingegangene Risiko aber ist für einen Vermögensverwalter kaum tragbar.

Ausgehend von einer durchschnittlichen Volatilität kann es durchaus passieren, dass Aktien in kurzer Zeit einmal 10 oder mehr Prozent verlieren. Bei einer Aktienquote von 50 Prozent belastet das ein Portfolio mit einem Abschlag von mindestens fünf Prozent. Erwirtschaftet die Nicht-Risiko-Part des Portfolios dann nicht ansprechende Erträge, rutscht der Kunde deutlich ins Minus.

Erträge aus risikoarmen Anlagen zu erzielen ist derzeit kaum möglich. Cash bringt nichts, Investment-Grade-Anleihen so gut wie nichts und selbst Unternehmensanleihen sind nicht der Performance-Turbo. Also bleibt ein Minus aus Aktien ein Minus. Um ein angemessenes, das heißt am Kunden orientiertes, Rendite-Risiko-Verhältnis zu erzielen sind Aktienquoten zwischen 20 und 40 Prozent geeignet.

Dabei ist eine Aktienquote von 30 Prozent schon ein deutliches Bekenntnis zu einem positiven Markt, 40 Prozent sind bullish und mehr ist schon fast gezockt. Denn was erwarten Kunden: Kapitalerhalt. Um minus 5 Prozent aufzuholen muss ein Plus von 10 Prozent erzielt werden - und das geht nur mit noch mehr Risiko.

Sinnvoll ist dagegen eine Streuung. Aber worüber soll gestreut werden? Derzeit laufen viele Anlageklassen fast parallel, ein Ausweichen ist also schwer möglich. Sinnvoll kann die Beimischung alternativer Investments sein genau wie der Blick auf ausgewählte Small Caps. Aktien gehören auf jeden Fall in ein Portfolio. Es dürfen nur nicht zu viele sein und es müssen die richtigen sein. Das ist die Herausforderung für Vermögensverwalter.

Immer mehr Privatanleger in Deutschland vertrauen bei ihrer Geldanlage auf bankenunabhängige Vermögensverwalter. Frei von Produkt- und Verkaufsinteressen können sie ihre Mandanten bestmöglich beraten. Mehr Informationen finden Sie unter www.vermoegensprofis.de.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Depot
  • Giro
  • Autokredit
  • Privatkredit

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Dow Jones zum Schluss leicht im Plus -- Rocket Internet: Großaktionär reduziert Beteiligung -- STADA erhält verbindliche Offerte von Advent -- Apple, Tesla im Fokus

Nordex senkt Umsatzprognose. US-Finanzminister: Steuerreform kommt noch vor der Sommerpause. GERRY WEBER rechnet erneut mit Umsatz-Minus. Analysten glauben: Diese Firma könnte Warren Buffett als nächstes übernehmen. Glencore schafft den Sprung in die Gewinnzone. RWE: Abstufung durch Merrill Lynch belastet.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
TeslaA1CX3T
Nordex AGA0D655
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Apple Inc.865985
Kohl`s Corp.884195
BayerBAY001
Rocket Internet SEA12UKK
Allianz840400
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750
Wirecard AG747206
E.ON SEENAG99