28.06.2013 14:04
Bewerten
 (0)

Teure Lebensmittel treiben deutsche Jahresinflation

Verteuerung
Der starke Preisauftrieb bei Lebensmitteln in Deutschland hält an, weshalb die Verbraucher im Juni tiefer in die Tasche greifen mussten.
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die jährliche Teuerungsrate im Juni auf 1,8 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem solchen Anstieg gerechnet. Im Mai hatte die jährliche Preissteigerung 1,5 Prozent betragen.

   "Der Preisanstieg bei den Nahrungsmitteln liegt mit voraussichtlich plus 5,4 Prozent deutlich über der Gesamtteuerung", erklärten die Statistiker. Gegenüber dem Vormonat kletterte der Preisindex auf Basis von Daten aus mehreren Bundesländern um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten eine Stagnation der Lebenshaltungskosten vorausgesagt. Im Mai waren die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent gestiegen.

   Nach Ansicht von Commerzbank-Volkswirtin Ulrike Rondorf waren für die Verteuerung der Lebensmittel im Juni zumindest teilweise die Überflutungen an Donau, Inn und Elbe schuld. Aber auch viele Dienstleistungen verteuerten sich merklich, was wohl erste Folgen der kräftigen Lohnsteigerungen sein dürften.

   Der für europäische Vergleichszwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, auf Jahressicht erhöhte sich der Index um 1,9 Prozent.

   Die endgültigen Ergebnisse für Juni will das Bundesamt am 10. Juli vorlegen. Wegen des Hochwassers in Sachsen wird dieses Bundesland seine Daten erst am 3. Juli vorlegen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com   DJG/apo/chg Dow Jones Newswires Von Andreas Plecko

Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock.com, Kzenon / Shutterstock.com
  • PKV
  • BU
  • UV
  • ZV
  • KFZ
  • Rechtsschutz

Berufsunfähigkeitsversicherung

Heute im Fokus

DAX im Plus erwartet -- Asiens Börsen tief im Minus -- Commerzbank schafft Milliardengewinn -- Stahl reißt thyssenkrupp wieder in rote Zahlen -- Groupon übertrifft Markterwartungen

Euro gibt leicht nach - Yen im Fokus. Carl Zeiss Meditec wächst dank schwachen Euros operativ. Bundesbank sieht keinen Anlass zur Sorge um deutsche Banken. Ölpreise erholen sich von erneuten Verlusten. Euro-Finanzminister sehen Marktturbulenzen gelassen.
Welche ist die wertvollste Marke im Bereich des Sports?
Wer verdient am meisten?
Diese 10 Produkte sind nur für den ganz großen Geldbeutel

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?