27.06.2013 11:35
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Private Anleger legen Geld wieder mehr in Südeuropa an

Vertrauen kommt zurück
Das Vertrauen in die Stabilität des Euroraums nimmt offenbar weiter zu. Privatanleger erhöhten auch im Mai ihre Guthaben bei südeuropäischen Banken.
Damit setzt sich ein in den vergangenen Monaten zu beobachtender Trend fort. Auf dem Höhepunkt der Euro-Krise hatten Privatanleger Bankguthaben verstärkt nach Nordeuropa verlagert. Die Daten zeigen aber auch, dass die Verbindung zwischen hoch verschuldeten Staaten und ihren Banken weiter zunimmt.

   Wie aus aktuellen Geldmengendaten der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor geht, nahmen die Einlagen privater Kunden bei Geschäftsbanken in Italien um 0,5 Prozent zu und in Spanien um 0,4 Prozent, in Slowenien um 0,1 Prozent und in Griechenland um 0,6 Prozent. Nur in Zypern, das Kapitalverkehrskontrollen unterliegt, sanken die privaten Einlagen um 1,9 Prozent.

   Die Finanzminister der Eurozone haben sich gerade darauf geeinigt, dass in Schieflage geratene Banken künftig nicht mehr vom Steuerzahler, sondern vorrangig von Aktionären und Anleihegläubigern gerettet werden sollen. Erst in zweiter Linie sollen Bankguthaben beteiligt werden, allerdings nur solche ab 100.000 Euro.

   Die Verbindung zwischen hoch verschuldeten Staaten und Geschäftsbanken, die durch die stark diskutierte Bankenunion gebrochen werden soll, nimmt unterdessen immer weiter zu. Nach Angaben der EZB erhöhten Geschäftsbanken in Spanien und Italien ihre Staatsanleihebestände im Mai um 20,69 beziehungsweise 19,56 Milliarden Euro.

   Bundesbankpräsident Jens Weidmann schlägt vor, den Banken den Anreiz für den Kauf immer neuer Staatsanleihen zu nehmen. Er will, dass die Banken solche Papiere zumindest mittelfristig entsprechend ihrem Risikogehalt mit Eigenkapital hinterlegen müssen. Die garantierte Abnahme der Staatsanleihen durch die Banken des Landes erleichtert Regierungen das schuldenfinanzierte Wirtschaften.

DJG/hab/chg

Dow Jones Newswires

Bildquellen: Joachim Wendler / Shutterstock.com
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