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12.03.2013 10:44
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Volksbanken und Sparkassen verdienen mehr als Deutsche Bank

Volle Kassen
Im Schatten der Großbanken und eher unbeachtet von der Öffentlichkeit haben die vielen kleinen Volksbanken und Sparkassen den Großen der Branche im vergangenen Jahr etwas vorgemacht.
7,4 Milliarden Euro verdienten die 1.101 Volksbanken und Raiffeisenbanken vor Steuern 2012, wie ihr Verband BVR jetzt mitteilte. Die 422 Sparkassen kamen auf ein Ergebnis vor Steuern von 4,4 Milliarden Euro, wie sie bereits vor einiger Zeit mitgeteilt hatten. Mit diesen Zahlen lassen die beiden Finanzgruppen den Branchenprimus Deutsche Bank weit hinter sich. Das Frankfurter Institut kam auf Grund von hohen Kosten für den Konzernumbau und Klagen nur auf einen Vorsteuergewinn von 1,4 Milliarden Euro.
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   Die Volksbanken profitierten im Geschäftsjahr 2012 von dem, was Banken im Kerngeschäft traditionell tun: Vom Kreditgeschäft. So erhöhte sich die Kreditvergabe an Privat- und Firmenkunden im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent auf 443 Milliarden Euro.

   Bei der Kostenquote kamen die Volksbanken trotz eines leichten Anstiegs um 1,4 Prozentpunkte auf den guten Wert von 66,9 Prozent. Die Sparkassen stehen mit einer Kostenquote von 62,3 Prozent noch besser da. Beide Bankengruppen sind in dieser Hinsicht den Privatbanken aber weit überlegen. Bei der Commerzbank, die ihren Bereich Privatkunden derzeit umkrempelt und sogar Entlassungen plant, lag die Quote 2012 bei 89,9 Prozent. Branchenprimus Deutsche Bank muss im Geschäft mit Privat- und Unternehmenskunden mit 76 Prozent leben. Je höher die Quote ist, desto weniger profitabler ist ein Geschäftsbereich.

   Im laufenden Jahr rechnet der Verband BVR trotz des intensiven Wettbewerbs um Privatkunden und mittelständische Firmenkunden damit, dass die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Kundengeschäft weitere Marktanteile gewinnen können. Der zu erwartende Volumenzuwachs soll die Belastungen aus dem niedrigen Zinsumfeld teilweise kompensieren. Insgesamt reicht dies wohl aber noch nicht, um einen leichten Gewinnrückgang 2013 zu verhindern.

   Die Sparkassen halten sich bislang mit einer konkreten Prognose für 2013 zurück. Der oberste Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon sagte: "Prognosen sind schwierig, aber die Sparkassen sind auf 2013 gut vorbereitet." Auch die Deutsche Bank hat sich bislang keinen Ausblick auf das Ergebnis im laufenden Jahr zugetraut.

   Kontakt zur Autorin: alexandra.edinger@wsj.com    DJG/aed/jhe/sha Dow Jones Newswires Von Alexandra Edinger

Bildquellen: Sparkassenverband, ÖVAG
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