27.05.2013 11:47
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Deutsche Sparer werden immer ärmer

Wegen negativer Realzinsen
Deutsche Sparer werden pro Jahr um rund 0,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ärmer.
Das geht einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) zufolge aus den Berechnungen von Dekabank und des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor. Darin nicht enthalten sind die zusätzlichen Verluste, die dem Sparer durch die Abgeltungssteuer aufgebürdet werden. Grund sind die negativen Realzinsen infolge der beinahe Null-Zins-Politik der internationalen Notenbanken wie der EZB. Insgesamt sind nach Angaben des IW bislang 23 Ländler von den negativen Realzinsen betroffen. Weltweit dürften so mehr als hundert Milliarden Euro verlorengehen.

   Für Deutschland veranschlagt die Dekabank die Einbußen der Sparer allein bei Tagesgeld, Girokonten und Bargeld auf rund 14,3 Milliarden Euro im Jahr. Das entspreche 0,5 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts, sagte Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater der FAS. Allerdings scheint dies noch die positive Variante zu sein: Kater geht in seiner Rechnung davon aus, dass sich noch höher rentierliche Altverträge in den Haushalten befinden. Sobald demnächst das gesamte Geldvermögen in Deutschland von einem negativen Realzins von 1,35 Prozent erfasst wird, werden die Verluste astronomische 58 Milliarden Euro erreichen - pro Jahr.

   DJG/mod

 (END) Dow Jones Newswires

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