04.11.2012 15:10
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Gabriel: Bei Akademikern spricht nichts gegen Rente mit 67

Weniger belastet
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sieht bei der Rente mit 67 Unterschiede zwischen akademischen und nichtakademischen Berufen. Er verteidigte die Forderung, dass ein Arbeitnehmer nach 45 Versicherungsjahren mit 63 eine Rente ohne Abschläge bekommen soll.
In diesem Fall zähle die Ausbildung dazu, ein Studium aber nicht, sagte Gabriel der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Das ist auch in Ordnung, denn Akademiker haben in der Regel weit weniger belastende Berufe und verdienen auch mehr. Dort spricht nichts gegen eine Rente mit 67."

     Gabriel verteidigte auch die jüngste Entscheidung der SPD zur Rente, die keine Festlegung zur Höhe des Rentenniveaus und zur Zukunft der Rente mit 67 getroffen hatte: "Das ganze Leben ist ein Mittelweg. Aber in Deutschland wird ein Kompromiss immer gleich als faul bezeichnet." Die SPD wolle verhindern, dass die Angehörigen derjenigen Berufe, in denen die meisten jenseits der 55 oder 60 gar nicht weiter beschäftigt werden, eine Rentenkürzung hinnehmen müssen. Der SPD-Chef: "Ich wünschte mir, dass die sehr theoretische Debatte in Politik, Medien und Wirtschaft dieses wirkliche Leben mit etwas weniger Arroganz und etwas mehr Demut betrachten würde."

    BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: linerpics / Shutterstock.com, Yuri Arcurs / Shutterstock.com
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