16.10.2012 06:38
Bewerten
(0)

Wirtschaftsforscher: Folgen steigender Strompreise nicht absehbar

Wirtschaftsstandort: Wirtschaftsforscher: Folgen steigender Strompreise nicht absehbar | Nachricht | finanzen.net
Wirtschaftsstandort
Steigende Strompreise bergen nach Einschätzung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) die Gefahr, dass Unternehmen ins günstigere Ausland abwandern.
Gleichwohl seien die Folgen für das Wachstum noch nicht absehbar. "Man kann jetzt nicht belastbar beziffern, wie viel Wachstumspunkte es kosten oder vielleicht auch bringen würde", sagte IWH-Chefin und Leiterin der Abteilung Strukturökonomik, Jutta Günther, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Dazu müsse man in der Lage sein, exakt den Saldo aus den Kosten, die die Energiewende verursacht, und den Nutzen, den sie auch mit sich bringt, zu bilden.

    Die auf den Strompreis aufgeschlagene und im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien - dazu gehören Sonne, Wind und Biomasse - steigt 2013 um 47 Prozent auf 5,277 Cent je Kilowattstunde. Das hatten die für die Verteilung des Ökostroms zuständigen Netzbetreiber am Montag in Berlin bekanntgegeben. Strom dürfte damit mindestens zehn Prozent teurer werden.

     Die Energiewende ist nach Ansicht der Wirtschaftsforscherin wichtig und unumgänglich. "Da stecken Probleme, aber auch Chancen drin." Die Kosten für konventionelle Energieträger, wie Öl und Gas, würden auf jeden Fall steigen. "Zum einen, weil sie sich mittel- und langfristig verknappen, zum anderen weil die Kosten für deren Gewinnung immer höher werden, etwa für Bohrungen und den Betrieb von Bergwerken." Man müsse daher in Alternativen investieren. Die Energiewende werde aber wegen der Ökostromumlage auch die Produktionskosten besonders für einige Branchen in Deutschland erhöhen, unabhängig von etwaigen Ausnahmeregelungen, sagte Günther.

  Damit bestehe die Gefahr der Abwanderung von Betrieben, die sehr stromintensiv produzieren. Zwar ließe sich etwa eine Chemiefirma nicht von heute auf morgen "einpacken" und in Osteuropa aufbauen. Von strategischer Bedeutung bei Entscheidungen von Unternehmen sei die Höhe der Stromkosten aber auf jeden Fall. "Andererseits bestehen auch Wachstumschancen in den Sektoren, die Umwelttechnologien entwickeln und herstellen, beispielsweise erneuerbare Energien oder Speichertechnologien", sagte Günther. "Da ist Deutschland international auch sehr wettbewerbsfähig, da muss man mit Innovationspolitik Anreize schaffen." Die bisherige EEG-Förderpolitik sei verfehlt.

    HALLE (dpa-AFX)

Bildquellen: hansslegers / Shutterstock.com, iStock
  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Depot
  • Giro
  • Autokredit
  • Privatkredit

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX geht mit Verlust ins Wochenende -- Dow Jones im Minus -- STADA-Übernahme erfolgreich -- Verhandlungen über Zukunft von Air Berlin -- Calpine, Deutsche Bank im Fokus

Darmstädter Merck-Konzern will vor weiteren Großübernahmen Schulden abbauen. Analyst ermittelt den perfekten Einstiegskurs für Bitcoins. Busch bei Pfeiffer Vacuum mit neuem Etappensieg. Venezuelas Bolivar fällt auf Rekordtief. Unsicherheit beim iPhone 8: Wann kommt das neue Apple Smartphone? UniCredit-Aufnahme im EuroStoxx möglich - Airbus hofft auf Stoxx.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Apple Inc.865985
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Air Berlin plcAB1000
Coca-Cola Co.850663
Siemens AG723610
adidas AGA1EWWW
TeslaA1CX3T
Santander S.A. (Banco Santander Central Hispano)858872
Amazon906866