06.12.2012 12:29
Bewerten
 (0)

Riester-Sparer verschenken weiter Geld an den Staat

Zulage nicht beantragt
Millionen Riester-Sparer verschenken Geld, weil sie die staatliche Förderung gar nicht oder nicht voll ausschöpfen.
Bei 13,25 Millionen Verträgen im Jahr 2009 wurden etwas mehr als 9,6 Millionen Sparer mit einer Grundzulage gezählt - gut drei Millionen Riester-Sparer haben die Zulage für 2009 also nicht einmal beantragt. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, aus der am Donnerstag die "Süddeutsche Zeitung" zitiert und die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

    Nur 5,36 Millionen haben demnach die volle Zulage erhalten. Der Rest habe die Förderung nicht ausgeschöpft. Ähnliche Zahlen für 2009 waren bereits vor einem Jahr bekanntgeworden. Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erneuerte seine Kritik: Die Verbraucher seien mit der Komplexität der Riester-Rente überfordert. Vermittlern gehe es vor allem um die Provision. Kunden bei der Nutzung der Riester-Rente Jahr für Jahr zu beraten, sei nicht lukrativ, bekräftigte er.

    Die im Jahr 2002 eingeführte private Riester-Rente soll eine Versorgungslücke durch die Senkung des Rentenniveaus ausgleichen. Dazu müssen Sparer aber die volle Förderung nutzen. Die Grundzulage beträgt 154 Euro im Jahr. Dazu kommen bis zu 300 Euro je Kind. Man hat zwei Jahre Zeit, die Zulagen zu beantragen. Nach Angaben der Zeitung hat der Staat seit 2002 mehr als zwölf Milliarden Euro als direkte Zulagen ausgeschüttet. Hinzu kämen Steuervorteile.

BERLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: linerpics / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
  • Riester
  • Rente
  • LV
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Riester-Rente

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- Dow schließt nach Fed-Protokoll fester -- Infineon kauft US-Konkurrent Rectifier -- Apple-Aktie klettert auf neues Allzeithoch -- BMW, Glencore, Commerzbank im Fokus

Überraschender Umsatzanstieg bei Hewlett-Packard. GEA will mit neuer Struktur deutlich sparen. Borussia Dortmund kündigt offenbar am Donnerstag Kapitalerhöhung an. Air Berlin schafft Quartals-Nettogewinn. Moskau korrigiert Importverbot für einzelne Lebensmittel.
Diese Models verdienten 2014 am meisten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Laut Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig wirken befristete Jobs wie die Anti-Baby-Pille. Sind Sie auch dieser Meinung?
Abstimmen
Direkt zu den Ergebnissen

Anzeige