14.07.2012 13:07
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Krankenzusatzversicherungen: Was braucht man wirklich?

Zusatzversicherungen: Krankenzusatzversicherungen: Was braucht man wirklich? | Nachricht | finanzen.net
Zusatzversicherungen

Gesetzlich Versicherte greifen oft auf Zusatzversicherungen zurück, um die Kosten für medizinische Behandlungen zu begrenzen. Aber welche Policen sind wirklich sinnvoll?

Stationäre Zusatzpolicen

Wer ins Krankenhaus muss, wünscht sich die beste Versorgung. Die gesetzlichen Kassen aber sehen immer nur die Einweisung in das nächste Krankenhaus vor, der behandelnde Arzt kann nicht frei gewählt werden. Zusatzpolicen ermöglichen bei Krankenhausaufenthalten eine Behandlung und Unterbringung wie bei Privatpatienten. Das bedeutet: Freie Krankenhaus-Wahl und Behandlung vom Chefarzt. Außerdem sehen die Verträge in der Regel auch die Unterbringung in Ein- oder Zweibettzimmern vor.

Fazit: Sinnvoller Zusatzschutz, wenn man bei schweren Erkrankungen oder Operationen das Krankenhaus und den behandelnden Arzt selbst wählen will.

Zahnzusatzversicherung

Gesetzlich Versicherte müssen in aller Regel einen hohen Eigenanteil tragen, wenn sie sich für teuren Zahnersatz über die Standard-Versorgung hinaus entscheiden. Die Zahnzusatzversicherungen helfen dabei, den Eigenanteil zu senken. Angeboten werden die verschiedensten Tarife: So gibt es Zusatz-Policen, die lediglich die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung aufstocken und dafür sorgen, dass man für die günstigen Lösungen aus dem Leistungskatalog kaum etwas zuzahlen muss. Und es gibt Zahnversicherungen, die die höheren Kosten für medizinisch anspruchsvollere Lösungen zumindest teilweise übernehmen. Wenn Sie Wert auf zahnärztliche Maßnahmen legen, die deutlich von der Regelversorgung der Kassen abweichen, sind die letztgenannten Policen zu empfehlen, die – unter Berücksichtigung der Kassenzahlungen – im Idealfall bis zu 85 % der Gesamtkosten tragen.

Fazit: Kein billiger Schutz, der sich aber vor allem dann lohnt, wenn beim Zahnersatz teurere Lösungen gewünscht sind.

Auslandskrankenversicherung

Sie gehört wirklich zu den Policen, die gesetzlich Versicherte haben müssen, wenn sie im Ausland Urlaub machen. Denn die gesetzlichen Kassen zahlen selbst im EU-Ausland selten alle Kosten für einen Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt – und Rücktransporte aus medizinischen Gründen sind gar nicht versichert. Die Kosten werden aber von Auslandskrankenversicherungen übernommen. Für Reisen bis zu 6 Wochen gibt es Standardpolicen, die nur ein paar Euro kosten. Abgedeckt sind dann vor allem Kosten für ambulante ärztliche Behandlungen und Operationen sowie für notwendige Medikamente.

Fazit: Ein Muss für den Auslandsaufenthalt – ohne wenn und aber!

Krankentagegeldversicherung

Wer länger als 42 Tage krank ist, kommt dann nicht mehr in den Genuss der Lohnfortzahlung, sondern bekommt nur noch Krankengeld, das auch bei Besserverdienern nie mehr als knapp 90 Euro pro Tag beträgt. Selbstständige kommen naturgemäß gar nicht in den Genuss einer Lohnfortzahlung und müssen vom 1. Tag an für den Einkommensersatz sorgen. Die Krankentagegeldversicherung zahlt im Krankheitsfall eine Summe X – Obergrenze ist zusammen mit dem Krankengeld der Kasse das aktuelle Nettoeinkommen.

Fazit: Vor allem Gutverdiener, die privat oder freiwillig gesetzlich versichert sind, müssen die Lücke berechnen, die bei einer Krankheit entsteht, und eine Krankentagegeldversicherung abschließen.

Dieser Text wurde bereitgestellt von optimal-absichern.de

Bildquellen: Wolfgang Kriegbaum
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