von Marc Hofmann, Euro am Sonntag
China und Australien lösten in dieser Woche deutliche Preisaufschläge am Weizenmarkt aus. Nach Schätzungen des staatlichen Prognoseinstituts Abares wird die australische Weizenernte noch schlechter ausfallen als bisher angenommen. Demnach dürfte die Ernte nur bei knapp 21 Millionen Tonnen liegen. Bislang war die Erwartung für die Ernte trotz der anhaltenden Dürre in Westaustralien bei 26 Millionen Tonnen gelegen. Die neue Prognose bedeutet ein Minus von 40 Prozent gegenüber 2011.
Nur einen Tag nach den Australiern veröffentlichte das chinesische Agrarministerium seine Importquoten. Demnach hat das Land im September 525.000 Tonnen Weizen eingeführt — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit Sicht auf die ersten neun Monate des Jahres erreichten die Importe damit den höchsten Stand seit sieben Jahren. Experten sind sich einig, dass vor allem der hohe chinesische Bedarf bislang noch nicht im Preis berücksichtigt war. So verteuerte sich Weizen nach der Bekanntgabe um 25 Cent auf rund 8,80 US-Dollar je Scheffel (27,2 Kilogramm).
Wer auf steigende Weizenpreise wetten will, kann dies mit einem Knock-out-Call der Société Générale (ISIN: DE 000 SG1 LVB 0) tun.
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