Terminmarktspekulanten setzen auf Silber
Die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) tendierte bei Silber hingegen etwas nach unten. Sie reduzierte sich im Berichtszeitraum (17. bis 23. Januar) von 103.668 auf 103.025 Kontrakte (-0,6 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten ging es zum vierten Mal in Folge bergauf und erhöhte sich von 20.382 auf 25.021 Kontrakte (+22,8 Prozent). Dies stellt den ausgeprägtesten Optimismus seit Mitte November dar. Dessen Ausmaß nahm bei kleinen Spekulanten (Non-Reportables) eine ähnliche Größenordnung an wie bei den Großspekulanten (Non- Commercials). So erhöhte sich die Netto-Long-Position der Kleinspekulanten von 6.989 auf 8.904 Kontrakte (+27,4 Prozent), während bei den Großspekulanten (Non-Reportables) ein Zuwachs von 13.393 auf 16.117 Kontrakte (+20,3 Prozent) zu beobachten war.
Silber: Beste GSCI-Komponente 2012
Nicht zuletzt dank des jüngsten Wochengewinns in Höhe von über sechs Prozent erwies sich das Edelmetall Silber innerhalb des GSCI-Index (S&P) seit dem Jahreswechsel als bester „Rohstoff“. Mit einem Kursgewinn von 21 Prozent übertraf Silber seinen „großen Bruder“ Gold um fast das Doppelte (+10,6 Prozent). Dies war vor allem auf seine Doppelfunktion als wichtiger Rohstoff diverser Industriesektoren sowie seinem Ruf als Vermögensschutz zurückzuführen. Aus charttechnischer Sicht weiß das Edelmetall ebenfalls zu gefallen. Nach dem Überwinden der bei 33 Dollar liegenden Widerstände fehlt zur 200-Tage-Linie nicht mehr viel. Diese verläuft aktuell bei 35 Dollar, wobei hier auch eine starke Widerstandszone angesiedelt ist. Ein Übertreffen dieser Hürden dürfte sich aber als relativ schwierig erweisen, zumal Timingindikatoren wie RSI oder Bollingerbänder auf ein wachsendes Korrekturrisiko hinweisen.
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