26.03.2013 06:00

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von Peter Gewalt, €uro am Sonntag

COMEBACK BEI KAFFEE

Heiße Kaffee-Wette



Anleger können auf ein Comeback der schwarzen Bohne setzen
Agrarrohstoffe: Anleger können auf ein Comeback der schwarzen Bohne setzen.

von Peter Gewalt, Euro am Sonntag

Koffeinkonsumenten dürfte es freuen, die Kaffeebauern weniger. Der Preis für Kaffee Arabica ist vergangene Woche auf 133 US-Cent je Pfund gefallen. So billig war die Bohne schon seit Juni 2010 nicht mehr. Diese Talfahrt hängt vor allem mit einem starken Überangebot auf dem Weltmarkt zusammen. Die Lagerbestände an der Intercontinental Exchange sind inzwischen so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr.

Um die Preise zu stützen, halten Kaffeeproduzenten in Brasilien, dem größten Produzenten der Welt, bereits einen Teil ihres Angebot zurück. Nun werden laut Commerzbank auch staatliche Aufkäufe diskutiert, sollte der Preis unter 130 US-Cent je Pfund fallen. Ein ähnliches Vorgehen hatte vor drei Jahren Erfolg und stabilisierte die Notierungen. Ohnehin dürften die aktuell niedrigen Preise den Anbau im kommenden Jahr bremsen, wobei der Bedarf Jahr für Jahr um 2,5 Prozent steigt.

Experten rechnen daher bis 2015 mit einem Preis­anstieg auf zwei Dollar pro Pfund. Spekulative Anleger setzen mit einem Kaffee-ETC (ISIN: DE 000 A0K RJT 2) der Anbieters ETF Securities auf ein Comeback der schwarzen Bohne. Die endlose Schuld-verschreibung ohne Währungsab­sicherung bildet die Preisentwicklung von Arabica eins zu eins ab.

Bildquellen: Andrey Armyagov / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

Angart schrieb:
Wertung: 2/5

26.03.2013 13:06:09

Wenn der Staat die Kaffeeproduzenten stützt, ist das eine Subvention. Dadurch wird der Marktmechanismus aber außer Kraft gesetzt und das Angebot in Zukunft gerade nicht verringt, so dass die Preise markttechnisch eher nicht steigen dürften.

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