Was bringt uns das Jahr 2013? Zugegeben, diese Frage können wir nicht mit
absoluter Sicherheit beantworten, allerdings glaubt DER AKTIONÄR zumindest
nicht an eine These, die immer wieder aufkommt: Der chinesische
Wirtschaftsmotor wird an Kraft verlieren.
Angesichts der jüngsten Daten ist es wahrscheinlicher, dass die Konjunktur
im Reich der Mitte wieder ordentlich Fahrt aufnimmt. Davon dürfte vor allem
ein Rohstoff besonders profitieren: Kupfer.
Geld bleibt billig - Rohstoffe nicht
Zumal US-Notenbankchef Ben Bernanke wieder einmal das getan hat, was er -
glaubt man seinen Kritikern - als Einziges kann: Er flutet die Märkte mit
billigem Geld - und das wohl noch über Jahre hinweg. Gleichzeitig kommt es
auch in China zu einer Lockerung der Geldpolitik, um das Wachstum hoch zu
halten. Da zudem nahezu alle anderen bedeutenden Notenbanken der Welt die
Politik des billigen Geldes fortsetzen, dürfte dies über kurz oder lang zu
steigenden Inflationsraten führen - vor allem falls die Konjunkturlokomotive
China wieder anspringt und andere Volkswirtschaften mitreißt. Dann würden
sich wohl auch die Preise fast aller Rohstoffe verteuern. Der Preis von
Kupfer - einer der konjunktursensitivsten Rohstoffe überhaupt - dürfte dann
besonders stark zulegen.
Das Angebot bleibt knapp
Zumal der globale Kupfermarkt 2012 bereits ein Angebotsdefizit von 426.000
Tonnen ausgewiesen hat - bereits zum dritten Mal in Folge. Und auch 2013
wird in den ersten Monaten des Jahres mehr Kupfer verbraucht als gefördert
werden und dadurch die Lagerbestände weiter schrumpfen lassen. Dies wäre das
höchste Defizit seit dem Jahr 2004. Die International Copper Study Group
(ICSG) rechnet damit, dass sich die Angebotslage am globalen Kupfermarkt
2013 entspannen könnte und das Angebot womöglich sogar die Nachfrage
übersteigt. Begründet wird dies mit der Ausweitung bestehender und der
Eröffnung neuer Minen. Die Experten der Commerzbank sind diesbezüglich
allerdings skeptisch. Sie verweisen darauf, dass es fast immer
Anlaufschwierigkeiten bei neuen Minenprojekten gibt. Zudem gibt die
Unicredit zu bedenken, dass die ICSG die Produktion regelmäßig zu hoch
eingeschätzt hat. Sollte zudem die Weltwirtschaft doch stärker wachsen als
bislang erwartet, wird sich das Angebotsdefizit weiter erhöhen und die
Lagerbestände mehr und mehr schrumpfen - womöglich sogar auf ein kritisches
Level. Dies dürfte im aktuellen Kupferpreis noch längst nicht eingepreist
sein.
Mutige setzen auf das Comeback
Die Aussichten für den Kupferpreis sind gut. Das Jahr 2013 könnte daher
durchaus das Jahr des roten Goldes werden. Mutige Anleger können sich
hierfür den Schein mit der WKN AA1 Y0R aus dem Hause RBS ins Depot legen.
Das Derivat ist derzeit mit einem Hebel von 3,2 und einer Knock-out-Schwelle
von 6.198 Dollar ausgestattet.
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(END) Dow Jones Newswires
January 03, 2013 04:41 ET (09:41 GMT)- - 04 41 AM EST 01-03-13