EMFIS.COM - Peking 07.01.2008 Die chinesische Regierung hat heute nach längeren Verzögerungen die landesweit geltenden 3G-Lizenzen an die dortigen Mobilfunkanbieter vergeben. Dieser Schritt dürfte den Startschuss zu einem neuen Investitions-Boom im chinesischen Telekom-Sektor darstellen. Analysten gehen davon aus, dass die Unternehmen, die heute ihre Lizenzen erhalten haben, im laufenden Jahr rund 41 Milliarden
Dollar für Netzwerk-Ausrüstung ausgeben werden.
Wie von den meisten Branchenbeobachtern erwartet, hat China Mobile die Lizenz für den 3G-Standard TD-SCDMA erhalten. Dieser stellt eine technische Eigenschöpfung der chinesischen Netzwerkunternehmen dar. China Unicom wiederum wird sein Netz auf dem W-CDMA-Standard und China Telecom auf dem CDMA2000-Standard betreiben.
Am Markt wurde die Vergabe der Lizenzen bereits seit einigen Wochen erwartet. Dementsprechend fanden heute bei den Telekom-Titeln und bei den
Aktien der Ausrüster Gewinnmitnahmen statt. China Mobile rutschten um 5,5 Prozent ab, China Unicom schlitterten um 10,6 Prozent und China Telecom um 5,0 Prozent nach unten. Auch die Telekom-Ausrüster wurden verkauft. ZTE fielen um 8,5 Prozent und China Communications Construction um 7,2 Prozent.