EMFIS.COM - Tokio 28.05.2009 Die schlechte Entwicklung an den USA-Börsen hat sich in Asien heute nur bedingt niedergeschlagen. Insbesondere für die asiatischen Exportwerte war man wegen des gestiegenen
Dollar grundsätzlich weiter optimistisch. Überdurchschnittlich entwickelte sich der südkoranische Markt, wo man die Drohungen aus Nordkorea inzwischen wieder weniger Gewicht beimisst. An den Börsen in China, Taiwan und Hongkong fand wegen des Drachenbootfestes kein Handel statt.
Der japanische Aktienmarkt hangelte sich heute trotz schlechter Vorgaben von der Wallstreet tapfer nach oben. Der
Nikkei 225 gewann 0,1 Prozent auf 9451 Punkte hinzu; der breitere Topix stieg um 0,3 Prozent auf 896 Zähler. Positiv wurde insbesondere vermerkt, dass sich der Dollar gegenüber dem
Yen verbessert hatte, was den japanischen Exportunternehmen zugute kommen sollte. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich die Autowerte. Toyota Motor legten 2,7 Prozent zu, Honda verbesserten sich um 2,4 Prozent. Die
Aktie des Auto-Zulieferers Denso kletterte um 4,6 Prozent aufwärts. Die Marktteilnehmer hofften hier in erster Linie darauf, dass die japanischen Anbieter mittelfristig von einer möglichen Insolvenz von General Motors profitieren könnten. Unter den sonstigen Exportwerten stiegen Fujitsu um 1,2 Prozent und Panasonic um 1,1 Prozent. Toshiba legten 1,2 Prozent zu. Der Elektronikkonzern hatte erklärt, die neuen
Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung zu einem Preis zu emittieren, der nur leicht unter dem letzten Schlusskurs liegt. JVC Kenwood sprangen um 33 Prozent nach oben. Die Aktie war zuvor von Nomura zum Kauf empfohlen worden. Schwächer entwickelten sich dagegen die Bankenwerte. Hier gaben Sumitomo Mitsui Financial 1,3 Prozent ab, Mizuho Financial verbilligten sich um 0,4 Prozent und Nomura um 1,3 Prozent.
Der südkoreanische Aktienmarkt zeigte sich heute nach den Abschlägen der vorangegangenen Handelstage gut erholt. Insbesondere die Drohungen des nordkoreanischen Nachbarstaates, der am Montag einen Atomwaffentest durchgeführt hatte, wurden heute wieder eher auf die leichte Schulter genommen. Auch die sehr schwachen Vorgaben aus New York konnten die gute Stimmung nicht trüben. Der Kospi legte 2,2 Prozent auf 1392 Punkte zu. Vor allem die Bankenwerte wurden wieder eingesammelt, nachdem die koreanische Regierung die Eigenkapitalvorschriften für die heimischen Institute gelockert hatte. Daneben belebten Gerüchte, wonach es im Finanzsektor bald zu einer Welle von Fusionen kommen könne, den Markt. KEB sprangen um 9,1 Prozent nach oben, Hana Financial stiegen um 6,8 Prozent. Dagegen gaben KB Financial, die als potentieller Käufer von KEB gehandelt werden, 2,9 Prozent ab. Im Elektroniksektor erholten sich Samsung Electronics um 4,5 Prozent, LG Electronics verbesserten sich um weitere 5,8 Prozent. Im Autosektor legten Hyundai Motor 5,8 Prozent und Kia Motors 5,6 Prozent zu. Die Aktie des Stahlriesen Posco verteuerte sich um 2,8 Prozent.
In Indien verbesserte sich der Sensex bis zum Mittag um 1,4 Prozent auf 14.304 Punkte. In Thailand gab der SET zum frühen Nachmittag hin 0,3 Prozent auf 554 Zähler ab.
In Hongkong, China und Taiwan wurde nicht gehandelt.