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03.07.2009 13:07

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EMFIS.COM - EM Stocks Review: Asien schlägt sich trotz US-Daten wacker

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EMFIS.COM - Hongkong 03.07.2009 Die deutlichen Abschläge und die schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA waren heute für die asiatischen Börsen eine schwere Hypothek. Umso erstaunlicher war es, dass sie sich diesem Abwärtsdruck im Handelsverlauf teilweise wieder entziehen konnten. Manche Indizes arbeiteten sich schlussendlich sogar ins Plus vor. Hilfreich war hier insbesondere die Performance an den innerchinesischen Börsen, die unbeeindruckt von den globalen Gegebenheiten weiter nach oben gingen.

In Japan verlor der Nikkei 225 heute 0,6 Prozent auf 9816 Punkte, und hat damit auf Wochensicht ebenfalls 0,6 Prozent abgegeben. Der wichtigste Belastungsfaktor waren die schwachen US-Arbeitsmarktdaten, die zuvor auch die Wallstreet belastet hatten. Der breitere Topix ging um 0,4 Prozent nach unten auf 921 Zähler. Das Handelsvolumen war gering. Unter Druck standen unter anderem die Papiere aus dem Einzelhandelssektor, nachdem Seven & I für das erste Quartal einen Gewinnrückgang um 17,5 Prozent gemeldet hatten. Die Aktie des Supermarktbetreibers fiel daraufhin um 5,0 Prozent, Aeon gaben 4,4 Prozent und Fast Retailing 2,9 Prozent ab. Die Ölwerte litten unter den deutlich zurückgekommenen Rohölnotierungen. Hier gingen Inpex um 1,6 Prozent und Nippon Oil um 2,0 Prozent nach unten. Kein klarer Trend ergab sich im Elektroniksektor, wo Sharp 0,9 Prozent und Sony 1,0 Prozent abgaben. Vor allem die Halbleiterwerte zeigten sich gegen den Trend robust. Hier legten Advantest 2,5 Prozent und Tokyo Electron 3,2 Prozent zu. Im Pharmasektor gaben Takeda 1,3 Prozent ab; Eisei fielen um 4,6 Prozent, nachdem die Aktie von Nikko Citigroup auf „sell“ abgestuft worden war.

Die schwachen Vorgaben aus den USA haben heute auch den koreanischen Aktienmarkt zunächst belastet.  In der zweiten Handelshälfte drehte der Kospi dann aber wieder nach oben, und verbesserte sich dann schlussendlich um 0,61 Prozent auf 1420 Punkte. Die Anleger deckten sich vor allem mit ausgewählten Elektronikwerten ein. Aber auch Titel aus den defensiveren Sektoren waren gesucht. Gestützt wurden die Kurse auch durch starke Zukäufe der Pensionsfonds.Gesucht waren etwa Hynix Semiconductor, die um 2,4 Prozent stiegen, nachdem auch die Speicherchip-Notierungen weiter zugelegt hatten. LG Display zogen sogar um 3,5 Prozent an. Hier rechneten die Marktteilnehmer mit einer baldigen Rückkehr in die Gewinnzone. Dagegen gaben Samsung Electronics 0,2 Prozent ab. Im Pharmabereich legten LG Life Sciences 4,6 Prozent und Green Cross ebenfalls 4,6 Prozent zu. Die Aktie von Hanwha Chemical stieg um 5,5 Prozent, nachdem der amerikanische Konkurrent Dow Chemical angekündigt hatte, einige PVC-Produktionslinien schließen zu wollen. Unter den Autowerrten stiegen Hyundai Motor um 0,4 Prozent und Kia Motors um 2,4 Prozent.

In Taiwan wirkten sich die schwachen gestrigen Arbeitsmarktdaten aus den USA in erster Linie bei den Technologiewerten aus. Weitere Aufschläge bei den Finanztiteln konnten den Markt dagegen stützen. Der TAIEX verlor schlussendlich marginale 2,1 Punkte oder 0,03 Prozent auf 6665 Zähler. Der Finanzsektor profitierte weiterhin von der Hoffnung auf künftige Kooperationen mit chinesischen Bankhäusern. Chinatrust Financial zogen dementsprechend um 4,6 Prozent an, Cathay Financial verbesserten sich um 0,4 Prozent. Dagegen wurden die Technologiewerte von den schwachen US-Wirtschaftsdaten und den Abschlägen an der Nasdaq in Mitleidenschaft gezogen. Unter den Chipgießereien verbilligten sich Taiwan Semiconductor um 0,2 Prozent und United Microelectronics um 1,8 Prozent. Im PC-Sektor gingen Chicony Electronics nach einer Gewinnwarnung um 1,5 Prozent nach unten. Dagegen konnten Acer 1,8 Prozent und Asustek 0,4 Prozent zulegen. Der Speicherchip-Bereich entwickelte sich trotz steigender DRAM-Preise uneinheitlich. Hier stiegen Naya Tech um 1,4 Prozent, wohingegen ProMOS 1,7 Prozent abgaben. Die Aktie des Elektronikriesen Delta verbesserte sich um 1,8 Prozent. Der Konzern hatte erklärt, seinen Umsatz in den kommenden 5 Jahren um mehr als 20 Prozent steigern zu wollen.

In Hongkong befand sich der Hang Seng Index heute den größten Teil des Tages im negativen Bereich. Zukäufe in den letzten Handelsstunden sorgten dann aber dafür, dass er sich schlussendlich doch noch um 0,1 Prozent auf 18.203 Punkte verbessern konnte. Hilfreich war hier insbesondere die robuste Entwicklung an der Börse in Shanghai, wo sich der Composite Index weiter nach oben schob. Auf Wochensicht hat Hongkongs Leitindex damit dennoch 2,1 Prozent abgegeben. Viel Aufmerksamkeit (und Kapital) zogen die Börsenneulinge auf sich, die heute den Gang aufs Parkett gewagt hatten. Die Aktie des Schampoo-Herstellers Bawang sprang um 27,3 Prozent nach oben. Das IPO war 400fach überzeichnet gewesen. Daneben stiegen die Titel der Kohle-Handelsgesellschaft China Qinfa um ansehnliche 6,3 Prozent. Die Aktien der Kohleminen-Betreiber waren ebenfalls weiter gefragt, nachdem sich Chinas Strombedarf zuletzt wieder erholt hatte. Hier stiegen Yanzhou Coal Mining um 1,9 Prozent und China Shenhua um 2,3 Prozent. Unter den Versorgern verteuerten sich Datang International Power um 1,1 Prozent, während Huaneng Power 1,3 Prozent abgaben. Die Aktie des Raffineriebetreibers Sinopec profitierte von den deutlich gefallenen Rohölnotierungen, und stieg um 1,5 Prozent. Dagegen verbilligten sich PetroChina um 0,4 Prozent und CNOOC um 0,6 Prozent. Die Aktie des Casinobetreibers Melco knickte nach einem Downgrade auf „underperform“ durch Credit Suisse um 5,8 Prozent ein. 

In China gewann der Shanghai Composite Index weitere 0,9 Prozent auf 3088 Punkte hinzu. Er hat damit ein neues 13-Monats-Hoch erreicht und sich auf Sicht einer Woche um ansehnliche 5,5 Prozent verbessert.

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