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03.02.2009 12:36

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EMFIS.COM - EM Stocks Review: Asien uneinheitlich - Taiwan und Korea robust

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EMFIS.COM - Hongkong 03.02.2009 Die asiatischen Aktienmärkte entwickelten sich heute uneinheitlich. Insbesondere die schwachen Vorgaben von der Wallstreet und die Daten zu den US-Verbraucherausgaben belasteten. Letztere waren im Dezember den sechsten Monat in Folge zurückgegangen. Ironischerweise stellt sich allerdings gerade für die Aktien aus dem Technologie- und Elektroniksektor wieder eine gewisse Zuversicht ein. Zuvor waren die Spotpreise für DRAM-Speicherchips um 27 Prozent nach oben geschossen. Auch die Leitzinssenkung und ein neues Konjunkturpaket in Australien wurden von den Investoren positiv vermerkt.

Die Ankündigung der japanischen Zentralbank, für bis zu 11 Milliarden Dollar Aktien aus den Portfolios der Geschäftsbanken zu erwerben, hat heute an der Börse Tokio zunächst für Euphorie gesorgt. Im Handelsverlauf begann diese aber bald wieder zu verfliegen. Hierzu dürften vor allem einige Gewinnwarnungen aus dem Bankensektor und die allgemein schlechten Perspektiven für die Gewinnentwicklung bei den japanischen Unternehmen beigetragen haben. Der Nikkei 225 verlor heute schlussendlich 0,6 Prozent auf 7825 Zähler, und hat damit den dritten Handelstag in Folge Federn lassen müssen. Der breitere Topix fiel um 0,5 Prozent auf 774 Punkte. Insbesondere der Bankensektor machte keine gute Figur. Hier knickten etwa Shinsei Bank um 7,4 Prozent ein. Nach Börsenschluss gab die Bank dann eine Gewinnwarnung ab und bestätigte damit entsprechende Marktgerüchte. Mitsubishi UFJ Financial verloren 0,8 Prozent. Auch hier rechnen die Marktteilnehmer inzwischen mit einem empfindlichen Jahresverlust. Dagegen konnten sich Sumitomo Mitsui leicht um 0,6 Prozent verbessern. Gesucht waren auch einige Elektronikwerte, die nach den gestrigen herben Kurseinbrüchen wieder Käufer fanden. Hitachi etwa erholten sich um 6,2 Prozent, NEC gewannen 4,8 Prozent hinzu. Dagegen setzten etwa Toshiba mit einem Minus von 1,1 Prozent die bisherige Abwärtsentwicklung fort. Im Autosektor gaben Toyota 0,2 Prozent ab; dagegen legten Honda Motor 0,5 Prozent zu.

In Korea wurde heute nach den Abschlägen der vergangenen Handelstage wieder gekauft. Der Kospi verbesserte sich um 1,42 Prozent auf 1163 Punkte. Auch die Meldung, dass der feindselige Bruderstaat Nordkorea demnächst mit Tests für eine neue Langstreckenrakete beginnen wolle, belastete die Marktteilnehemr heute nicht mehr. Vor allem für den Technologiesektor schien wieder eine gewisse Zuversicht eingekehrt zu sein. Dafür sorgten unter anderem die Zahlen des US-Halbleiterproduzenten SanDisk, wo zumindest der Umsatz besser als erwartet ausgefallen war. Dies brachte etwa Hynix Semiconductor um 2,4 Prozent nach oben; Samsung Electronics stiegen um 3,5 Prozent. Der Konzern hatte heute mitgeteilt, einem Vertrag für die Auftragsfertigung von Halbleitern mit Xilinx abgeschlossen zu haben. Im Automobilsektor stiegen Hyundai Motor um 3,6 Prozent und Kia Motors um 1,4 Prozent. Dagegen gaben Korean Air im Vorfeld der Quartalszahlen 0,4 Prozent ab.

In Taiwan fand heute sogar eine regelrechte Rallye statt, von der insbesondere die Technologiewerte profitierten. Der TAIEX zog um 2,65 Prozent auf 4372 Punkte an. Dies entspricht dem höchsten Schlussstand seit drei Wochen. Gesucht waren einmal mehr vor allem die Papiere der Speicherchip-Hersteller. Hier schossen ProMOS um die in Taipeh maximal möglichen 7 Prozent nach oben. Zuvor war gemeldet worden, dass ein Bankenkonsortium dem notleidenden Konzern eine neue Kreditlinie im Umfang von 5 Milliarden NT$ zur Verfügung gestellt hat. Unter dn Titeln der Konkurrenten verbesserten sich Powerchip um 7 Prozent und Nanya Technology um 6,2 Prozent. Die Aktie des Halbleiterriesen Taiwan Semiconductor verteuerte sich um 2,5 Prozent. Unter den PC-Herstellern legten Acer 2,0 Prozent zu. Das Unternehmen hatte sich gestern zuversichtlich gezeigt, seinen Marktanteil 2009 steigern zu können. Compal Electronics zogen um 4,8 Prozent an. Pressemeldungen zufolge geht der Auftragsproduzent weiterhin davon aus, dieses Jahr ein Absatzwachstum von 25 bis 35 Prozent zu erzielen. Die Aktie von Quanta Computer stieg um 1,4 Prozent.

In Hongkong konnten heute – ähnlich wie in Japan – die anfänglichen Kursgewinne nicht behauptet werden. Selbst die positive Entwicklung an den chinesischen Inlandsbörsen reichte nicht aus, um den Hang Seng Index in den grünen Bereich zu retten. Dieser rutschte vielmehr um weitere 0,7 Prozent auf 12.776 Stellen ab. Besonders schwach entwickelten sich erneut die Immobilienwerte. Gestern hatten die Behörden gemeldet, dass sich die Zahl der Hypothekenkredite, deren Restschuld höher ist als der Gegenwert der jeweiligen Immobilie, im vierten Quartal verdreifacht habe. Dies brachte heute etwa Sun Hung Kai Properties um weitere 4,9 Prozent nach unten; Cheung Kong verloren 6,1 Prozent und Hang Lung Properties 7,2 Prozent. Im China-Immobiliensektor gaben China Overseas Land 4,6 Prozent und Guangzhou 3,1 Prozent ab. Unter den Exportwerten verloren Li & Fung nach den Daten zu den US-Verbraucherausgaben weitere 4,9 Prozent. Gefragt waren dagegen die Papiere des Kabelnetz-Betreibers PCCW, die um 7,8 Prozent nach oben auf 4,17 HK$ zogen. Morgen soll auf der Hauptversammlung des Unternehmens über die Kaufofferte des Großaktionärs Richard Li in Höhe von 4,50 HK$ je Aktie entschieden werden. Daneben verbesserten sich Bank of East Asia um 3,3 Prozent. Die Investmentgesellschaft Guoco Group hat ihren Anteil an der Hongkonger Großbank von 4,97 auf 5,05 Prozent ausgebaut. 

In China legte der Shanghai Composite Index 2,4 Prozent auf 2060 Punkte zu.

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