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21.01.2009 13:01

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EMFIS.COM - EM Stocks Review: Asien unter Druck - nur Taiwan behauptet


EMFIS.COM - Hongkong 21.01.2009 Die asiatischen Börsen standen heute erneut unter teils erheblichem Verkaufsdruck. Schwach entwickelten sich unter anderem die Bankenwerte, nachdem in den USA nun auch noch Horrorzahlen vom Finanzhaus State Street gekommen waren, das bisher noch nicht unangenehm aufgefallen war. Daneben wurden auch konjunktursensible Werte wieder verkauft. Der neue Präsident Barack Obama konnte in seiner Antrittsrede die Investoren nicht von der Wirksamkeit seiner Konjunkturprogramme überzeugen. Dies wurde bereits gestern an der Wallstreet mit einem Abschlag von über 4 Prozent beim Dow Jones Index quittiert.

In Japan rutschte der Nikkei 225 heute angesichts schwacher Vorgaben aus den USA um 2,0 Prozent auf 7902 Punkte ab, und hat damit die 8000-Punkte-Linie nach unten durchbrochen. Er landete auf diese Weise zugleich auf dem niedrigsten Schlussstand seit 7 Wochen. Der breitere Topix fiel um 2,2 Prozent auf 787 Zähler. Deutliche Abschläge wurden vor allem im Bankensektor vorgenommen. Hier knickten unter anderem Bank of Yokohama um 7,4 Prozent ein, nachdem der Chef des Instituts erklärt hatte, dass man sich dort die Option offen halte, bei der Regierung um Hilfsmaßnahmen zu bitten. Mizuho Financial verloren 4,8 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial 5,4 Prozent. Die Exportwerte litten unter dem weiterhin hohen Yen. Hier gaben etwa im Autosektor Nissan Motor 5,5 Prozent und Toyota Motor 3,9 Prozent ab. Die Aktie von Isuzu Motors glitt um 6,8 Prozent nach unten, nachdem sie von Credit Suisse auf „underperform“ abgestuft worden waren. Im Technologiesegment verbilligten sich Fujitsu um 3,4 Prozent und Hitachi um 3,2 Prozent. Sony fielen um 1,8 Prozent. Die „Financial Times“ hatte gemeldet, dass der Konzern demnächst die Entlassung von weiteren 16.000 Mitarbeitern ankündigen werde. Gegen den Trend konnten sich dagegen Elpida Memory um 2,3 Prozent verbessern. Der Speicherchiphersteller soll sich mit einigen taiwanesischen Konkurrenten in Kooperationsverhandlungen befinden.

In Korea fiel der Kospi heute um weitere 2,06 Prozent auf 1103 Zähler, und hat damit alle im Laufe des neuen Jahres erzielten Zugewinne wieder abgegeben. Wieder einmal waren es lediglich die Privataktionäre vor Ort, die den Markt stützten, während sowohl die heimischen Institutionellen als auch die Auslandsanleger zu den Verkäufern zählten. Schwach entwickelten sich unter anderem die Bankenwerte. Koreas Großbanken hatten sich zuletzt darauf festgelegt, einige notleidende Großunternehmen weiter mit Krediten zu unterstützen. Hier gaben etwa Woori Finance 5,3 Prozent ab. Die Aktie der Hanwha Group fiel um 5,2 Prozent, nachdem in der Presse berichtet wurde, dass die Übernahme von Daewoo Shipbuilding nun geplatzt sein soll. Daewoo Shipbuilding dagegen verbilligten sich lediglich um 0,7 Prozent. Die Aktie von Hankook Tire rutschte um 5,0 Prozent ab, nachdem der Reifenhersteller im vierten Quartal in die Verlustzone gerutscht ist. Gefragt waren dagegen KT Corp, die sich um 5,8 Prozent verbesserten, und die Aktie der Mobilfunktochter KTF, die um 3,6 Prozent stieg. Die beiden Unternehmen hatten heute ihre bevorstehende Fusion angekündigt, und damit eine am Markt langgehegte Hoffnung bestätigt. Die Aktie des Konkurrenten SK Telecom gewann 1,0 Prozent hinzu.

In Hongkong ging der Hang Seng Index heute um weitere 2,9 Prozent nach unten auf 12.583 Punkte. Dies entspricht dem niedrigsten Schlusskurs-Niveau seit annähernd zwei Monaten. Der Markt litt unter zahlreichen Gewinnwarnungen chinesischer Konzerne, aber auch unter der allgemeinen Zurückhaltung der Anleger vor dem herannahenden chinesischen Neujahrsfest. Viele Investoren ziehen im Vorfeld der Feiertage gemeinhin ihre Positionen glatt. Unter fortgesetztem Verkaufsdruck befand sich die Aktie des Bankenriesen HSBC, die sich um 4,4 Prozent verbilligte und damit den achten Handelstag in Folge nach unten ging. Trotz Dementis des Instituts befürchteten die Marktteilnehmer weiterhin, dass die Großbank demnächst frisches Kapital aufnehmen werde. Daneben fiel die Aktie des Versicherungsriesen China Life nach einer Gewinnwarnung für 2008 um 7,5 Prozent. Angang Steel rutschten um 12,9 Prozent ab, nachdem der Konzern erklärt hatte, dass der Nettogewinn 2008 um mehr als die Hälfte zurückgegangen sein dürfte. Die Titel der Aluminum Corp. of China verloren 6,6 Prozent, nachdem sie von Morgan Stanley mit „underweight“ eingestuft wurden. Im Ölsektor fielen CNOOC um 2,6 Prozent und PetroChina um 4,0 Prozent. China Unicom knickten um 2,6 Prozent ein, nachdem der Telekom-Konzern einen Rückgang bei den Breitband-Neukunden im Dezember berichtet hatte. China Mobile verloren 1,0 Prozent an Wert.

In Taiwan konnte sich der TAIEX am letzten Handelstag vor den Neujahrsferien allerdings um 0,13 Prozent auf 4247 Stellen verbessern, und stemmte sich damit dem gesamt-asiatischen Trend erfolgreich entgegen. Das Handelsvolumen war naturgemäß gering. Gesucht waren insbesondere die Titel der zuletzt arg verprügelten Speicherchiphersteller, die von der Hoffnung auf eine bevorstehende Branchenkonsolidierung profitierten. Powerchip Semiconductor und ProMOS sprangen jeweils um die in Taipeh maximal möglichen 7 Prozent nach oben. Dagegen schlossen die Papiere des Konkurrenten Naya Technology unverändert bei 5,62 NT$, nachdem der Konzern gestern den siebten Quartalsverlust in Folge gemeldet hatte. Unter den Auftrags-Chipherstellern verteuerten sich Taiwan Semiconductor um 1,5 Prozent und United Microelectronics um 2,8 Prozent. Dagegen gingen die Aktien aus der Monitor-Branche nach unten. Chi Mei fielen um 0,5 Prozent, nachdem in örtlichen Medien gemeldet wurde, dass das Unternehmen den Bau eines neuen LCD-Werks abgebrochen habe. AU Optronics gaben 2,1 Prozent ab.

In China fiel der Shanghai Composite Index um 0,46 Prozent auf 1985 Punkte; der Shanghai A-Share Index gab 0,46 Prozent auf 2084 Zähler ab.

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