EMFIS.COM - Brasilia 23.06.2009 Die Abschläge an der Wallstreet machten gestern auch den lateinamerikanischen Börsen stark zu schaffen. Nachdem die Weltbank ihre Prognosen für die globale Wirtschaft nach unten gesetzt hatte, wurde ihnen insbesondere ihre hohe Abhängigkeit von den Rohstoffnotierungen zum Verhängnis.
In Brasilien rutschte der Bovespa um 3,7 Prozent auf 49.495 Zähler ab und fiel damit erstmals seit Mitte Mai wieder unter die 50.000-Punkte-Linie. Petrobras verloren 3,7 Prozent, die
Aktie des Eisenerz-Produzenten Vale ging um 4,8 Prozent nach unten. Daneben verbilligten sich die Papiere des Zucker- und Ethanol-Produzenten Cosan um 3,9 Prozent, nachdem der Konzern die Emission von Anleihen im Umfang von bis zu 350 Millionen
Dollar angekündigt hatte. Gegen den Trend sprangen dagegen Duratex um 12 Prozent nach oben. Der Holzverarbeiter hatte zuvor die Übernahme des Konkurrenten Satipel angekündigt.
In Mexiko gab der IPC-Index 4,0 Prozent auf 23.314 Zähler ab. Besonders unter Druck stand die Aktie des Kupferminen-Betreibers Grupo Mexico, die um 6,4 Prozent einbrach. Die Papiere des Zementriesen Cemex fielen um 4,0 Prozent, die Aktie des Stahlkochers Industrias CH ging um 4,7 Prozent nach unten. Daneben knickten America Movil um 4,6 Prozent ein; Wal-Mart de Mexico verbilligten sich um 3,4 Prozent.