EMFIS.COM - Brasilia 25.06.2009 Die Entscheidung der US-Notenbank, den
Leitzins unverändert bei nahe Null Prozent zu belassen, konnte die lateinamerikanischen Börsen gestern nicht mehr sonderlich stimulieren. Insbesondere in Brasilien blieben die Anleger weiter zurückhaltend.
Brasiliens Bovespa ging gestern um 0,3 Prozent nach unten auf 49.672 Zähler. Am Vortag hatte der Index noch rund 2 Prozent zulegen können. Gewinnmitnahmen fanden einmal mehr unter den Rohstoff- und Stahlwerten statt. Hier gaben Petrobras 1,3 Prozent ab, Vale knickten um 2,4 Prozent ein. Im Stahlsektor fielen Gerdau um 0,9 Prozent und CSN um 0,4 Prozent. Der Immobiliensektor entwickelte sich dagegen robust. Hier konnten Gafisa 2,9 Prozent und Cyrelia 3,4 Prozent zulegen. Daneben stieg die
Aktie des Papierproduzenten Votoratim um 2,5 Prozent, nachdem dieser seine Umsatzprognose angehoben hatte.
In Mexiko konnte sich der IPC-Index dagegen um 0,9 Prozent auf 23.711 Stellen verbessern. Die Regierung hatte zuvor gemeldet, dass die Jahresinflationsrate in den ersten beiden Juni-Wochen auf 5,7 Prozent zurückgegangen ist. Die Marktteilnehmer sahen dies als Indiz dafür an, dass die mexikanische Notenbank bald wieder neuen Spielraum für Leitzinssenkungen sehen könnte. Unter den Blue Chips gewannen America Movil 2,4 Prozent und Wal-Mart de Mexico 1,4 Prozent hinzu. Die Aktie des Zementriesen Cemex stieg um 1,3 Prozent. Dagegen gaben die Titel des Minen-Betreibers Grupo Mexico 0,4 Prozent ab.