EMFIS.COM - Sao Paulo 03.04.2009 Die lateinamerikanischen Börsen haben gestern ein wahres Kursfeuerwerk erlebt. Vor allem die brasilianische
Börse glänzte mit einem 4,19-prozentigen Anstieg im Bovespa Index. Der Leitindex schloss bei 43.736 Punkten. Die mexikanische Börse legte um durchschnittlich 3,4 Prozent auf 20.562 Zähler zu. Argentiniens Merval Index schloss mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 1.134 Punkten.
Beflügelt wurden die lateinamerikanischen Emerging Markets durch die Entscheidung beim G-20 Gipfel in London. Die weltweit 20 größten Staaten werden eine Billion US
Dollar in die Weltbank schießen, um die Schwellenländer mit ausreichend Liquidität zu bestücken. Darunter könnten auch Brasilien & Co profitieren.
Extrem hohe Gewinne waren in Brasilien branchenübergreifend. Die Rohstofftitel konnten von jüngsten Analystenschätzungen profitieren, die beim größten Eisenerzproduzenten von höheren Exporten ausgehen. Cia Vale Rio Doce schoss um 6,1 Prozent nach oben. Die Stahlhersteller Gerdau und Usiminas legten ebenfalls um satte 6,0 bzw. 7,4 Prozent zu. Die Petrobras-Aktie, Lateinamerikas größter Ölkonzern, legte um knapp fünf Prozent zu.
Auch Telekom- und Bankentitel waren in Brasilien gefragt. Die Telemar-Aktie legte um 5,9 Prozent zu und Tele Norte um 4,2 Prozent. Itau Unibanco stieg um 4,8 Prozent. Auf der Verliererseite fand man gestern lediglich fünf Aktien.
Mexiko erklärte bereits, dass man einen günstigen Kredit bei der Weltbank aufnehmen wolle. Im Gespräch sind aktuell rund 47 Milliarden US Dollar, um die aktuelle Wirtschaftsschrumpfung zu bekämpfen. Mexiko selbst geht von einer 2,8-prozentigen Wirtschaftsschrumpfung im laufenden Jahr 2009 aus. In Mexiko waren ebenfalls Rohstoff- und Bankenwerte gefragt. Cemex, der größte Zementproduzent, explodierte um 9,5 Prozent. Die Bank Banorte stieg ebenfalls kräftig um 8,9 Prozent an Wert.