EMFIS.COM - Hongkong 28.04.2009 Auch in Hongkong ging es heute angesichts negativer Meldungen über den US-Bankensektor und die Schweinegrippe weiter nach unten. Der Hang Seng Index verlor 1,92 Prozent auf 14.555 Zähler, und landete damit auf dem niedrigsten Schlussstand seit drei Wochen. Das Handelsvolumen blieb robust. Die Marktteilnehmer hoffen nunmehr, dass Hongkongs Leitindex im psychologisch bedeutsamen Bereich um 14.500 Punkte in den kommenden Tagen wieder zum Stehen kommen wird.
Angesichts der Hiobsbotschaften aus dem US-Finanzsektor standen auch in Hongkong die Bankenwerte unter Druck. HSBC gaben 2,5 Prozent ab; Hang Seng Bank fielen ebenfalls um 2,5 Prozent. Dagegen konnten sich ICBC mit einem Plus von 2,5 Prozent dem allgemeinen Abwärtstrend entgegenstemmen. Hier hatten die Allianz und American Express bestätigt, große Aktienpakete des chinesischen Instituts verkauft zu haben. Dies nahm von der
Aktie allerdings den Druck, der in den vergangenen Tagen auf ihr gelastet hatte. Unter den Fluggesellschaften verbilligten sich Cathay Pacific um weitere 0,8 Prozent, Air China gingen um 7,2 Prozent und China Southern Airlines um 11,2 Prozent nach unten. Die Aktie der Shanghai Electric Group brach um 18 Prozent ein, nachdem der Kraftwerksausrüster einen Gewinnrückgang um 17 Prozent gemeldet hatte. Im Rohstoffsektor verloren PetroChina angesichts des heute gemeldeten Ergebnisses 1,8 Prozent, CNOOC gingen um 2,2 Prozent nach unten. Daneben verbilligten sich die Titel des Kohleminenbetreibers China Shenhua im Vorfeld des Quartalsberichts um 0,2 Prozent.