EMFIS.COM - Hongkong: HSI fällt - Erinnerungen an SARS werden wach
EMFIS.COM - Hongkong 27.04.2009 In Hongkong hat die in Nordamerika grassierende Schweinegrippe den Markt heute besonders stark im Griff gehabt. Die Marktteilnehmer erinnerten sich hier noch stark an den Ausbruch der Lungenseuche SARS, die die Wirtschaft des Stadtstaats im Jahr 2003 sichtlich beeinträchtigt hatte. Der Hang Seng Index gab 2,7 Prozent auf 14.840 Zähler ab. Damit landete er zugleich auf dem niedrigsten Schlussstand seit 3 Wochen.
Die
Aktien der Fluggesellschaften wurden auch in Hongkong besonders in Mitleidenschaft gezogen. Hier rutschten Cathay Pacific um 8,0 Prozent ab, Air China brachen um 12,8 Prozent und China Southern Airlines um 14,5 Prozent ein. Die Titel des Schweinefleisch-Produzenten Yurun Food knickten um 10,2 Prozent ein. Im Gegenzug floss das Geld der Marktteilnehmer in ausgewählte Pharmawerte. Hier konnten sich etwa Guangzhou Pharmaceutical um 13,4 Prozent verbessern; die
Aktie des Antibiotika-Herstellers China Pharmaceuticals legte 13,2 Prozent zu. In den übrigen Sektoren gaben ICBC 5,9 Prozent ab. Viele Marktteilnehmer glaubten hier, dass die Großaktionäre Goldman Sachs, Allianz und American Express demnächst nach Ablauf der Lock-Up-Frist umfangreiche Anteilsverkäufe vornehmen könnten. Hutchison Telecommunication brachen um 44,9 Prozent ein, nachdem mit dem heutigen Tag die Berechtigung für die Zuweisung von Anteilen an dem abgespaltenen Hongkong-Geschäft abgelaufen ist. Die Papiere des Kohleriesen Yanzhou Coal gingen nach einem enttäuschenden Ausblick um 5,8 Prozent nach unten. Unter den übrigen Rohstoffwerten verbilligten sich China Shenhua Energy um 0,7 Prozent und PetroChina um 2,5 Prozent.