EMFIS.COM - Hongkong 13.10.08 Der Wochenstart der Hongkonger
Börse ist alles andere als eine Freude. Der Hang Seng Index beschert den Anlegern mit seiner Volatilität ein Wechselbad der Gefühle. In der vergangenen Woche hatte der HSI einen Abschlag von über 16 Prozent hinnehmen müssen.
Nach einer stabilen Eröffnung rauschte der Index unter die Marke von 15.000 Punkten. Von dort erholte er sich und ging mit einem Plus von 3,24 Prozent bei 15.275 Punkten in die Mittagspause. Damit hatte er allein im Vormittagshandel über 500 Punkte an Schwankungsbreite.
Der HS China Enterprises Index legt um 4,8 Prozent zu, die Red Chips um 4 Prozent und der Property – Index um fast 5 Prozent.
Im Fokus stehen neben den Bankwerten der größte Telekomanbieter Hongkongs, die PCCW Ltd. Das Unternehmen hat im Zuge der schlechten globalen Stimmung den Verkauf seiner HKT Group gestoppt. Der ursprünglich erhoffte Erlös von bis zu 1,5 Mrd. HKD ist derzeit realitätsfern. Nachdem die
Aktie bereits in der vergangenen Woche mit erheblichen Verlusten leben musste, welche in einem Einbruch von 10 Prozent am Freitag gipfelte, rauscht sie auch heute um fast 10 Prozent nach unten. Mit 2,45 HKD erreichte sie ihren tiefsten Stand seit 1999.
Ebenfalls im Fokus steht die Fluggesellschaft China Eastern Air. Sie brachte für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres eine Gewinnwarnung heraus. Mit 1,01 HKD rutschte sie auf ein neues Tief.
Bei den Banken konnte die ICBC bis zur Mittagspause um satte 5,3 Prozent zulegen. Die China Construction Bank legte um 5 Prozent zu, genauso wie die Bank of China.
Aber auch die Versicherer können sich erholen. China Life steigt um 6 Prozent und die Ping An um fast 7 Prozent.
Die Schwergewichte tragen ebenfalls zu einer Erholung bei. China Mobile mit gut 5 Prozent, und der Börsenbetreiber, Hong Kong Exchange & Clearing mit 3 Prozent.
Die Goldwerte verlieren, nachdem die Deutsche Bank die Stocks von „ buy“ auf „sell“ herabgestuft hat.