10.12.2012 12:30

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von Joachim Spiering, €uro am Sonntag

EDELMETALL

Gold: Nur noch matt glänzend



Gold: Nur noch matt glänzend
Trotz hoher Nachfrage kommt der Goldpreis für das Edelmetall nicht in die Gänge. Erste Börsianer sehen darin Anzeichen für einen drohenden Kurssturz.

von Joachim Spiering, Euro am Sonntag

Wer jemals ein paar größere Goldmünzen in der Hand gehalten hat, wundert sich, wie schwer das Edelmetall ist. Theoretisch weiß man es ja, aber in der Praxis ist es dann doch verblüffend. Gold hat eine Dichte von 19,3 Gramm pro Kubikzentimeter und ist damit beispielsweise fast doppelt so schwer wie Silber.

Apropos: Immer schwerer wiegen an der Börse inzwischen die Bedenken, ob sich der Goldpreis auf diesem Niveau noch lange halten kann. Zwar rechnen die meisten Banken für 2013 mit steigenden Notierungen, doch gleichzeitig kommen die ersten Börsianer aus der Deckung, die mittel- bis langfristig vor einem Kursverfall warnen. Ihre Argumente sind nicht von der Hand zu weisen. So ist die Nachfrage nach Gold eigentlich sehr hoch: Nach Angaben des Datendiensts Bloomberg fließt weiterhin enorm viel Geld in Gold-ETFs. Die Bestände liegen demnach bei über 2.615 Tonnen, ein absoluter Rekordwert. Komisch nur, dass trotz der ­hohen Nachfrage der Goldpreis nicht steigt. Im Gegenteil. Seit 23. November hat sich das Edelmetall sogar um über drei Prozent verbilligt.

Erinnerungen an die 80er-Jahre
Was die Börsianer zusätzlich verunsichert: Als Anfang der 80er-Jahre die US-Börsen aus einer langen Seitwärtsphase nach oben ausbrachen, führte das zu ­einem jähen Ende der damaligen Goldrally. Die Notierung stürzte um 60 Prozent ab. Ein ähnliches Szenario könnte nun auch eintreten: Sollten in den kommenden Wochen die US-Börsen zu einer lang anhaltenden Rally ansetzen, würde das den Goldpreis belasten.

So weit muss es natürlich nicht kommen. Und noch ist alles im grünen Bereich. Erst wenn der Chart die Marke von 1.525 Dollar nach unten durchbricht, ist mit schnellen weiteren Kursverlusten zu rechnen. Anleger, die künftig mit billigerem Gold rechnen, können sich mit endlos laufenden Short-Zertifikaten positionieren. So hat der Knock-out-Put (ISIN: DE 000 BP0 DQH 4) von BNP Paribas einen Hebel von 4,3. Die Knock-out-Schwelle liegt bei 2.086 Dollar, knapp 23 Prozent über dem aktuellen Goldkurs. Steigt der Goldpreis auf dieses Niveau, droht Totalverlust!

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

vriegel schrieb:
19.12.2012 12:08:14

Wenn man die Kommentare hier so liest kann man dem Schreiber des Artikels nur zustimmen. Die Hausfrauenhausse ist noch im vollen Gange. Ich glaube zwar nicht, dass es schon 2013 abwärts geht mit dem Goldpreis. Eher wird der in 5-10 Jahren deutlich unter 1.000 US liegen.

AL1B1 schrieb:
10.12.2012 23:31:49

Das einzige was hier zum Lachen anregt, ist der bestechend dumme post von postfranz...
mit welcher arroganz und dummheit muss man gesegnet sein, wenn man davon überzeugt ist ein invest KANN NUR nach oben -.-

dumm
dümmer
postfranz

georg_f schrieb:
10.12.2012 21:14:14

Also ich wuerde mich ueber fallende Goldpreise freuen. Immer eine Gelegenheit EUR einzutauschen ...

postfranz schrieb:
10.12.2012 17:42:49

Es ist unglaublich was für einen Mist man hier ohne Konsequenzen schreiben darf!!! Gold kann nur in eine Richtung, und zwar nach oben. Jeder der was anderes sagt, hat keine Ahnung!!!

Charttechniker schrieb:
Wertung: 1/5

10.12.2012 15:08:39

Nix Matt!
Gold startet gerade eine neue Rallye!!!!
Am Mittwoch kommt dann der Durchbruch über 1750 USD!
1850 USD zum Jahresende sind locker noch drin.

Seite: 12
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