von Jörg Bernhard
Die streikbedingten Produktionsausfälle in südafrikanischen Minen werden nach Ansicht von Johnson und Matthey bei Platin in diesem Jahr ein Defizit von 400.000 Feinunzen verursachen, während bei Palladium die Nachfrage das Angebot sogar um 915.000 Feinunzen überschreiten könnte. Ähnlich angespannt war das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zuletzt vor zehn Jahren. Weil die britische Firma zugleich eine robuste Nachfrage erwarte, sähen die Perspektiven beider Edelmetalle gut aus. In den kommenden sechs Monaten gehen die Experten von Johnson Matthey davon aus, dass Platin zwischen 1.400 und 1.800 Dollar und Palladium zwischen 550 und 750 Dollar schwanken wird.
Am Mittwochvormittag präsentierten sich beide Edelmetalle mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Platin (Januar) um 10,80 auf 1.597,20 Dollar, während sein Pendant auf Palladium (Dezember) um 10,40 auf 647,00 Dollar pro Feinunze anzog.
Soja, Mais & Weizen: Ausverkauf gestoppt
Der am Freitag veröffentlichte Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums wies für die kommenden Monate nach oben revidierte Ernteprognosen für diverse Getreidesorten aus. Außerdem reduzierten die Analysten von Goldman Sachs zum Wochenauftakt auch noch bei Mais, Soja und Weizen die Dreimonatskursziele nach unten. Dieser Mix an negativen Nachrichten löste eine regelrechte Verkaufswelle aus. Vor allem an den Terminmärkten wurden viele Spekulanten „auf dem falschen Fuß erwischt“.
Am Mittwochvormittag präsentierten sich der Mais, Weizen und Soja mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Sojabohnen um 4,60 auf 1.431,60 US-Cents, Mais stieg um 3,00 auf 726,40 US-Cents und Weizen zog um 0,60 auf 851,60 US-Cents pro Scheffel an.
Bildquellen: Bloomberg