von Jörg Bernhard
Mit einem Lagerrückgang in Höhe von 157 Milliarden Kubikfuß wurden die Erwartungen der Analysten in Höhe von minus 161 Milliarden Kubikfuß (Quelle: Dow Jones Newswire-Umfrage) unterschritten. Aus charttechnischer Sicht wird es nun sehr spannend. Im Bereich von 3,10 Dollar existiert nämlich eine weitere Unterstützungszone, deren Verteidigen höchste Priorität hat. Weil für den Rest des Februars kältere Temperaturen prognostiziert werden, scheint ein markantes Unterschreiten dieser Marke nicht akut zu drohen. Ein starker Abbau der überdurchschnittlich hohen Lagermengen, der Raum für eine Kursrally eröffnen würde, dürfte angesichts des bevorstehenden Winterendes aber relativ schwierig werden.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Gaspreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,005 auf 3,158 Dollar pro mmBtu.
Massiver Rückschlag bei Platin
Die beiden Edelmetalle Gold und Platin zeichnen sich weiterhin durch ihr starkes Eigenleben aus. Während der Goldpreis seit dem Jahreswechsel um 2,4 Prozent zurückfiel, gelang dem Platinpreis ein Plus in Höhe von 11,1 Prozent. Dies hat dazu geführt, dass der Spread zwischen beiden Edelmetallen zur Wochenmitte mit fast 89 Dollar auf den höchsten Stand seit 17 Monaten angestiegen ist. Während das gelbe Edelmetall aufgrund der nachlassenden Krisenängste nicht mehr ganz so stark gefragt ist, treffen beim Platinpreis zwei Faktoren zusammen, die dem Preis in höhere Regionen verhelfen: Sinkende Minenkapazitäten in Kombination mit einer starken Autokonjunktur.
Am Freitagvormittag präsentierten sich beide Edelmetalle mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 2,10 auf 1.633,40 Dollar pro Feinunze, während sein Pendant auf Platin (April) um 16,80 auf 1.694,10 Dollar zurückfiel.
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