von Jörg Bernhard
Aktien und Rohstoffmärkte reagierten darauf erleichtert. Der am aktivsten gehandelte Gold-Future markierte am gestrigen Donnerstag ein Tageshoch bei 1.755,50 Dollar. Aus charttechnischer Sicht steigt nun die Spannung, da im Bereich von 1.760 Dollar markante Widerstände existieren. Und selbst, falls diese Hürden genommen werden, drohen bereits bei 1.800 Dollar neue Bremsklötze. Von der Zinsfront kommen derzeit eher ermutigende Signale. Zinserhöhungen scheinen weder dies- noch jenseits des Atlantiks ein Thema zu sein. Dadurch dürften die Opportunitätskosten auf lange Sicht relativ gering ausfallen und den Goldpreis eher unterstützen.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 8,40 auf 1.732,80 Dollar pro Feinunze.
Erdgas: Immun gegen schlechte Nachrichten
Obwohl der gestrige EIA-Marktbericht zu Erdgas einen geringer als erwarteten Rückgang der Lagermengen zum Inhalt hatte, reagierte der Henry-Hub-Future darauf relativ unbeeindruckt. Statt eines erwarteten Minus in Höhe 90 Milliarden Kubikfuß eine deutlich schwächere Reduktion. Man darf gespannt sein, ob sich die aktuelle Immunität gegenüber schlechten Nachrichten in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Aus charttechnischer Sicht wäre es wichtig, die aktuelle Bodenbildung weiter fortzusetzen. Deren untere Begrenzung verläuft bei ungefähr 2,30 Dollar.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Gaspreis mit nachlassenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,008 auf 3,469 Dollar pro mmBtu.
Bildquellen: Julian Mezger