von Jörg Bernhard
So verbuchte der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas am Donnerstag ein Tagesminus in Höhe von 4,0 Prozent. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten war ein Rückgang der gelagerten Erdgasmengen um neun Milliarden Kubikfuß erwartet worden, der überraschende Zuwachs um vier Milliarden Kubikfuß löste dann eine massive Verkaufswelle aus. Verstärkt wurde die Verkaufslaune durch die Prognose milden Winterwetters für die kommende Woche. Die heizbedingte Nachfrage könnte in diesem Zeitraum Befürchtungen zufolge um ein Viertel niedriger als üblich ausfallen.
Aus charttechnischer Sicht nimmt damit die Spannung zu, schließlich nähert sich der Gaspreis nun seiner bei 3,60 Dollar verlaufenden Unterstützungszone. Sollte diese Marke verletzt werden, droht ein weiterer Rückschlag in Richtung 3,40 Dollar. Im Zuge der jüngsten Kursschwäche zog die historische 20-Tage-Volatilität mit über 38 Prozent auf den höchsten Wert seit Anfang März.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Gaspreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige auf Henry-Hub-Erdgas um 0,014 auf 3,634 Dollar pro mmBtu.
Gold: Nervosität an den Terminmärkten
Der am Mittwoch zu beobachtende Ausverkauf von Gold-Futures hat die Nervosität der Marktakteure spürbar erhöht. Dies lässt sich an der Terminkurve des Gold-Volatilitäts-Index gut ablesen. Während der nächstfällige Future aktuell bei 14,0 Prozent notiert, kostet der Kontrakt mit Fälligkeit im Dezember 2013 (aktuell: 19,29 Prozent) 37 Prozent mehr. Als nächster neuralgischen Punkt haben Chartisten die Marke von 1.692 Dollar ausgemacht – hier verläuft derzeit die 100-Tage-Linie.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 1,80 auf 1.731,30 Dollar pro Feinunze.
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