von Jörg Bernhard
Der Future auf Henry-Hub-Erdgas markierte zum Wochenstart ein neues Jahreshoch und übertraf damit das Mitte April erzielte Jahrestief um über 40 Prozent. Im Frühjahr sorgten sich die Marktakteure noch, dass in diesem Jahr die Lagerkapazitäten möglicherweise gesprengt werden könnten. Mittlerweile hat sich dieses Problem fast schon erübrigt. Außerdem haben die Spekulanten an den Terminmärkten ihre Netto-Short-Positionen (pessimistische Markterwartung) deutlich reduziert und damit die Erholungstendenz zusätzlich verstärkt. Weil die Lagerzuwächse in den vergangenen Wochen weniger dynamisch ausgefallen waren als zu dieser Jahreszeit üblich, hat sich das massive Überangebot deutlich abgebaut.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 15.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,024 auf 3,141 Dollar pro mmBtu.
Silber: Charttechnische Hochspannung
Bei Silber sorgen zwei Faktoren für ein hohes Maß an Spannung. Die Sorge um die globale Konjunktur sowie die Tatsache, dass sich das Edelmetall auf eine entscheidende Kursmarke zubewegt. In Kürze läuft der Silberpreis aus seinem seit Ende des Jahres gebildeten Dreiecks heraus. Dessen untere Begrenzung verläuft knapp oberhalb der 26-Dollarmarke. Ein Unterschreiten dieser Linie könnte eine neuerliche Verkaufswelle auslösen. Sollte das Dreieck hingegen nach oben verlassen werden, wäre dies ein klares Kaufsignal. Die nächste stärkere Widerstandszone würde dann bei 29 Dollar verlaufen. Die kommenden Tage könnten daher von entscheidender Bedeutung sein.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Silberpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 15.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Silber (September) um 0,088 auf 27,31 Dollar pro Feinunze.
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