von Jörg Bernhard
Die Prognose überdurchschnittlich hoher Temperaturen für die Ostküste und den Mittleren Westen der USA sorgte unter den Marktakteuren für Kauflaune. Außerdem rechnen Rohstoffanalysten aufgrund der Produktions- und Transportprobleme im Zuge von Hurrikan „Isaac“ mit einem relativ niedrigen Zuwachs bei der gelagerten Gasmenge. Beim letzten Update wurde der Fünfjahresdurchschnitt um 12 Prozent übertroffen. Fazit: Angebot ist mehr als reichlich vorhanden.
Unter charttechnischen Aspekten wird die Luft nun aber wieder dünner. Im Bereich von 2,90 Dollar prallte der Gaspreis sowohl im Juli als auch im August mehrfach ab. Vor dem Wochenbericht der US-Energiebehörde dürfte sich daran kaum etwas ändern. Ein deutlich schwächer als erwarteter Lageraufbau könnte sich dann allerdings als Initialzündung zum Überwinden der charttechnischen Hürden erweisen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,021 auf 2,833 Dollar pro mmBtu.
Gold: Die Spannung steigt
Nach dem am Freitag erfolgten Kurssprung um fast 50 Dollar bewegt sich das gelbe Edelmetall mittlerweile in ruhigeren Bahnen. Vor der EZB-Sitzung am Donnerstag scheinen die Akteure keine größeren Positionen eingehen zu wollen. Zur Wochenmitte schwankte der am aktivsten gehandelte Gold-Future in einer Bandbreite von weniger als zehn Dollar. Ungemach droht auf der Angebotsseite möglicherweise von Streiks in südafrikanischen Goldminen. Nach den Vorkommnissen in Platinminen scheint die Unzufriedenheit der Minenarbeiter und damit verbundene Unruhen auch auf Goldminen überzugreifen. Beim gelben Edelmetall spielt das Land am Kap der guten Hoffnung zwar nicht die erste Geige, als fünftgrößter Produzent der Welt interessieren sich die Marktakteure aber durchaus für die diesbezügliche Entwicklung.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 2,00 auf 1.694,00 Dollar pro Feinunze.
Bildquellen: iStock