05.05.2012 15:00

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GOLD

COT-Report: Goldspekulanten deutlich bullisher



Gold hält sich relativ wacker
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) wies bei Goldspekulanten einen deutlich gestiegenen Optimismus aus.

von Jörg Bernhard

Auch bei der Anzahl offener Gold-Kontrakte, dem sogenannten Open Interest, ging es im Berichtszeitraum (24. April bis 1. Mai) von 393.389 auf 411.972 Kontrakte (+4,2 Prozent) signifikant bergauf. Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten gab es einen markanten Anstieg zu beobachten. Sie erhöhte sich von 167.237 auf 178.003 Kontrakte (+6,4 Prozent). Der wachsende Optimismus war sowohl bei Großspekulanten (Non- Commercials) als auch bei Kleinspekulanten (Non-Reportables) registriert worden. Bei den Großspekulanten nahm die Netto-Long-Position von 134.994 auf 140.393 Kontrakte (+4,0 Prozent) zu, während bei den Kleinspekulanten ein deutlich stärkeres Plus von 32.243 auf 37.610 Kontrakte (+16,6 Prozent) zu beobachten war.

Goldpreis: Fortgesetzte Bodenbildung

Während der Ölpreis und viele internationale Aktienindizes in der abgelaufenen Woche zur Schwäche neigten, bewies der Goldpreis mit einem Wochenminus von lediglich 1,2 Prozent fast schon relative Stärke. Der vor dem Wochenende gemeldete Aprilbericht zum US-Arbeitsmarkt wies eine deutlich geringer als erwartete Anzahl neu geschaffener Stellen aus, was den Dollar unter Druck brachte und dem Goldpreis nach oben verhalf. Dadurch hat sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die US-Notenbank Fed in irgendeiner Form weitere Lockerungsmaßnahmen auf den Weg bringen wird. Die Geldwertstabilität dürfte dadurch in den Augen vieler Investoren weiterhin gefährdet sein. In der kommenden Woche stehen aktuelle Inflationsdaten aus China und Deutschland zur Bekanntgabe an. Während im Reich der Mitte ein Rückgang von 3,6 (März) auf 3,4 Prozent erwartet wird, dürfte die revidierte deutsche Inflationsrate diesen Wert erheblich unterschreiten. Erste Schätzungen wiesen eine Teuerung in Höhe von 2,0 Prozent aus. Damit stellt sie derzeit (noch) kein akutes Problem dar.

Bildquellen: iStock

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