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11.08.2012 15:00

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GOLD

COT-Report: Goldspekulanten werden vorsichtiger



Gold: Münznachfrage lässt nach
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies bei Gold eine wachsende Skepsis der Großspekulanten aus.

von Jörg Bernhard

Beim Open Interest, also der Anzahl offener Gold-Futures, kam es im Berichtszeitraum (31. bis 7. August) zu einem markanten Rückgang von 403.403 auf 388.254 Kontrakte (-3,8 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten gab es ebenfalls ein Minus zu berichten. Sie reduzierte sich von 156.012 auf 146.418 Kontrakte (-6,1 Prozent). Der nachlassende Optimismus war vor allem auf die veränderten Marktpositionen der Großspekulanten (Non- Commercials) zurückzuführen, deren Netto-Long-Position von 126.064 auf 115.500 Kontrakte (-8,4 Prozent) zurückging. Bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) wurde hingegen ein leichter Anstieg der Netto-Long-Position registriert. Sie kletterte nämlich von 29.948 auf 30.918 Futures (+3,2 Prozent).

Freundlicher Wochenausklang

In der abgelaufenen Handelswoche bewegte sich der am aktivsten gehandelte Gold-Future in einer Tradingrange von lediglich 25 Dollar. Vor dem Wochenende orientierte sich das gelbe Edelmetall allerdings wieder in höhere Kursregionen. Schwache Konjunkturdaten aus China haben Hoffnung auf weitere geldpolitische Maßnahmen der Notenbanken gemacht. Noch scheint für die verantwortlichen Notenbanker die Lage nicht schlimm genug zu sein. Während die Münznachfrage bei Gold in den vergangenen Wochen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresniveau rückläufig war, gab es bei physisch besicherten Goldprodukten laut einer Datenerhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg einen Anstieg auf über 2.411 Tonnen zu vermelden. Damit befindet sich der Goldbestand auf Tuchfühlung mit dem am 5. Juli erzielten Rekordwert. Da die Eurokrise die Gemüter der Anleger noch lange beschäftigen dürfte und eine schnelle Lösung ausgesprochen unwahrscheinlich erscheint, dürfte das Edelmetall weiterhin gefragt bleiben. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten rechnet die Hälfte der Befragten in der kommenden Woche mit steigenden Goldpreisen, 27 Prozent mit fallenden und 23 Prozent mit stagnierenden Notierungen.

Bildquellen: Julian Mezger

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