21.07.2012 15:00

Senden
GOLD

COT-Report: Goldspekulanten wieder bullisher



Gold: Interesse der ETF-Investoren lässt nach
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report (Commitments of Traders) wies bei großen und kleinen Spekulanten einen etwas stärkeren Optimismus aus.

von Jörg Bernhard

Der Open Interest, also die Anzahl offener Gold-Kontrakte, nahm im Berichtszeitraum (10. bis 17. Juli) von 429.854 auf 431.317 Kontrakte (+0,3 Prozent) leicht zu. Mit der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten ging es ebenfalls nach oben. Sie erhöhte sich von 152.766 auf 158.819 Kontrakte (+4,0 Prozent). Diese wachsende Zuversicht war sowohl bei den Großspekulanten (Non- Commercials), deren Netto-Long-Position von 126.235 auf 128.959 Kontrakte (+2,2 Prozent) anzog, als auch bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) zu beobachten. Dort wurde aber ein deutlich stärkerer Zuwachs von 26.531 auf 29.831 Kontrakte (+12,4 Prozent) registriert. Während der vergangenen Woche bewegte sich der Goldpreis in einer relativ engen Bandbreite von etwas mehr als 30 Dollar.

Gold hält sich trotz Dollarstärke wacker

Obwohl der Dollar gegenüber dem Euro noch am Freitag ein neues Zweijahreshoch markierte, hielt sich das gelbe Edelmetall relativ gut. Während sich der Dollar auf Wochensicht um 0,7 Prozent verteuert hat, gab es beim Goldpreis lediglich ein Wochenminus von 0,3 Prozent zu beobachten. Doch eines dürfte die Marktakteure überrascht haben: Beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares gab es in der vergangenen Woche erhebliche Abflüsse. Dessen gehaltene Goldmenge reduzierte sich nämlich von 1.269,73 auf 1.254,64 Tonnen, den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Offensichtlich zieht der Dollar weiterhin mehr Fluchtkapital an als der sichere Hafen Gold. Für europäische Anleger hat dies durchaus auch seine guten Seiten, schließlich verbuchte das Edelmetall auf Sicht von 12 Monaten – trotz bzw. dank starkem Dollar – einen Kursgewinn in Höhe von fast 15 Prozent. Da sich die US-Staatsfinanzen auch in keinem sonderlich guten Zustand befinden, dürften Goldinvestments auch in Zukunft in der weiterhin verunsicherten Finanzwelt einen hohen Stellenwert genießen.

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen
  • Relevant
  • Alle
  • Medien
  • Agenturen
  • Extern
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für die Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außrdem auch andere Unternehmen betreffen
Medien: Das schreiben die Medien (z.B. auch die finanzen.net Redaktion) über dieses Unternehmen
Agenturen: Berichte von Presseagenturen (z.B. DPA-AFX) über dieses Unternehmen
Extern: Nachrichten von anderen Webseiten mit Verlinkung auf den Original-Text

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Rohstoffe in diesem Artikel

Goldpreis1.286,653,50
0,27

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.286,553,40
0,26
Kupfer6.685,301,00
0,01
Ölpreis (WTI)101,720,23
0,23
Silber19,470,01
0,05
Super Benzin1,51-0,04
-2,77
Weizen214,750,00
0,00

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren39,36
+0,1
5g Goldbarren162,35
+0,1
10g Goldbarren314,45
+0,1
1 Uz Goldbarren961,20
+0,1
Krügerrand976,73
+0,1
Britannia984,88
+0,1
Maple Leaf972,78
+0,1
American Eagle982,94
+0,1
Zum Edelmetallshop

ANZEIGE

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen

Anzeige