von Jörg Bernhard
Auch die Anzahl offener Gold-Futures, der sogenannte Open Interest, setzte seinen Aufwärtstrend im Berichtszeitraum (4. bis 11. September) fort und kletterte von 444.489 auf 460.531 Kontrakte (+3,6 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten war ebenfalls eine Aufwärtsbewegung zu vermelden. Sie erhöhte sich nämlich von 219.386 auf 237.091 Kontrakte (+8,1 Prozent). Besonders deutlich wuchs die Zuversicht unter den Kleinspekulanten (Non-Reportables). Deren Netto-Long-Position legte von 48.922 auf 55.075 Futures (+12,6 Prozent) zu, während bei den Großspekulanten (Non- Commercials) ein Anstieg von 170.464 auf 182.016 Kontrakte (+6,8 Prozent) zu verzeichnen war.
Fed sorgt am Goldmarkt für gute Laune
In dieser Woche näherte sich der Goldpreis der Marke von 1.800 Dollar weiter an. Für den am aktivsten gehandelten Gold-Future (Dezember) war dann allerdings bei 1.780 Dollar Schluss. Das gelbe Edelmetall profitierte nicht nur vom Ja des Bundesverfassungsgerichts zur Rechtmäßigkeit des ESM, vor allem die Sitzung der US-Notenbank Fed und deren Entscheidung, Hypothekenanleihen aufzukaufen und das Niedrigzinsniveau bis 2015 beizubehalten, sorgte an den Goldmärkten für Kauflaune. Der Reflex ist nachvollziehbar, schließlich dürfte es dies- wie jenseits des Atlantiks in Zukunft eine massive Liquiditätsflut geben. Niedrige Opportunitätskosten und Inflationsängste dürften sich daher fortsetzen und Gold als sicheren Hafen in stürmischen Zeiten eine starke Nachfrage bescheren. Das Wochenplus von 1,9 Prozent bei Gold war auch auf die markante Dollarschwäche zurückzuführen – gegenüber dem Euro verbuchte der Greenback einen Wochenverlust von stattlichen 2,4 Prozent.
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