10.11.2012 15:00
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COT-Report: Skepsis der Goldspekulanten nimmt zu

Gold
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies erneut einen Rückgang des Goldoptimismus spekulativer Marktakteure aus, mittlerweile den fünften Mal in Folge.
von Jörg Bernhard

Die Anzahl offener Gold-Futures, der sogenannte Open Interest, war im Berichtszeitraum (30. Oktober bis 6. November) markant rückläufig. Er reduzierte sich von 454.742 auf 447.154 Kontrakte (-1,7 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten ging es noch deutlicher nach unten. Diese ermäßigte sich nämlich von 222.764 auf 207.742 Kontrakte (-6,7 Prozent). Während bei den Großspekulanten (Non-Commercials) ein Rückgang der Netto-Long-Position von 170.222 auf 160.173 Kontrakte (-5,9 Prozent) registriert worden war, entwickelte sich der Optimismus der Kleinspekulanten (Non-Reportables) von 52.542 auf 47.569 Futures (-9,5 Prozent) deutlich stärker bergab.

Goldmärkte bejubeln Obamas Wiederwahl

Diese Marktstimmung basierte auf den Daten vom 6. November und dürfte sich mittlerweile wieder spürbar aufgehellt haben. Während an den Aktienmärkten die Kurse nach dem Wahlsieg Barack Obamas auf Talfahrt gingen, setzte der Goldpreis zu einer signifikanten Erholung und der Rückeroberung der Marke von 1.700 Dollar an. Summa summarum verbuchte das gelbe Edelmetall ein Wochenplus in Höhe von 3,3 Prozent. Dieser Reflex der Märkte ist durchaus nachvollziehbar, schließlich ist dadurch die Fortsetzung der expansiven Geldpolitik der Fed gesichert. Mitt Romney forderte von der Notenbank im Vorfeld der Wahlen mehr Zurückhaltung und drohte im Falle seiner Wahl zum US-Präsidenten mit der Entlassung von Ben Bernanke. Mit dem Wahlergebnis sind die Chancen gestiegen, dass Gold das zwölfte Jahr in Folge mit einer positiven Performance abschließen wird. Bis dato hat sich ein Jahresgewinn in Höhe von 10,6 Prozent angesammelt.

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