22.09.2012 15:00

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GOLD

COT-Report: Wachsender Optimismus bei den Goldspekulanten



Gold: Korrekturgefahr wächst
Der am Freitagabend veröffentlichte COT-Report wies bei großen und kleinen Goldspekulanten den stärksten Optimismus seit 13 Monaten aus.

von Jörg Bernhard

Mit der Anzahl offener Gold-Futures, dem sogenannten Open Interest, ging es im Berichtszeitraum (11. bis 18. September) ebenfalls nach oben. Er kletterte von 460.531 auf 478.609 Kontrakte (+3,9 Prozent). Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten kam es zum fünften Anstieg in Folge. Sie erhöhte sich nämlich von 237.091 auf 249.633 Kontrakte (+5,3 Prozent). Die wachsende Zuversicht war unter den Kleinspekulanten (Non-Reportables) und Großspekulanten (Non-Commercials) ähnlich stark ausgeprägt. Bei den Kleinspekulanten legte die Netto-Long-Position von 55.075 auf 58.518 Futures (+6,3 Prozent) zu, bei den Großspekulanten gab es ein Plus von 182.016 auf 191.115 Kontrakte (+5,0 Prozent) zu verzeichnen. Fazit: Das Misstrauen gegenüber Papiergeld – egal ob Euro oder Dollar – scheint ungebrochen zu sein.

Gold: Korrekturgefahr wächst

Da die seit Mitte Juli andauernde Kursrally in Höhe von bislang 200 Dollar ohne größere Korrektur von statten ging, sollten Anleger einen technisch bedingten Rücksetzer in den kommenden Wochen nicht ausschließen. Vor dem Wochenende scheiterte ein Versuch die charttechnischen Widerstände bei 1.775 Dollar hinter sich zu lassen und die psychologische Hürde von 1.800 Dollar in Angriff zu nehmen. Die deutlich überkaufte Lage bringt mit 79,6 Prozent vor allem der Timingindikator Relative-Stärke-Index zum Ausdruck. Ein konkretes Verkaufssignal würde hier allerdings erst mit dem Unterschreiten der 70-Prozent-Marke entstehen. Ein nachhaltiges „Knacken“ der Marke von 1.800 Dollar dürfte sich als schwieriges Unterfangen erweisen, schließlich scheiterte das gelbe Edelmetall im November 2011 und im Februar dieses Jahres an diesem Vorhaben. Auf der anderen Seite dürfte ein Trendwechsel nach unten allerdings relativ unwahrscheinlich sein. Hierfür laufen die Notenpressen einfach auf zu hohen Touren.

Bildquellen: Julian Mezger

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