München (silberinfo) - Die Aussicht auf langfristig niedrige Zinssätze und
weitere Hilfen für Griechenland sorgten bei den Edelmetallen für einen
positiven Start ins neue Jahr. Experten sehen in diesem Jahr die Marke von
2000 US-Dollar je Unze Gold fallen.
Ohne Moos ist auch in Davos nichts los. Das hat Angela Merkel schnell
gemerkt. Deutschland wird zur Kasse gebeten, denn im Vergleich zu den
anderen EU-Staaten geht es uns blenden. Während Frankreich langfristig
selbst um die vor kurzem erst abgestufte Bonität von AA+ bangen muss, nimmt
Deutschland so viel Steuern ein wie nie zuvor. Kein Wunder also, dass die
anderen Staaten in uns Deutschen eine leicht anzapfbare Geldquelle sehen.
Eine wirkliche Lösung für die anhaltenden Probleme des Eurosystems liegt
aber immer noch nicht auf dem Tisch. Sarkozy will die Transaktionssteuer im
französischen Alleingang durchbringen. Nutzen? Ungewiss!
Bei so viel Unsicherheit scheint es kein Wunder, dass die Märkte den
Fiat-Währungen den Rücken zukehren. Schon jetzt berichtet die
US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde CFTC von einem bullischen
Rekordengagement der großen Hedge Fonds am Rohstoffmarkt. Grund sei die
Aussage der FED bis 2014 die Zinssätze wohl nicht anzuheben. Auch in London
brummt das Geschäft mit Gold, Silber & Co. Laut den Statistiken der London
Bullion Market Association wechselten im Dezember 2011 im Tagesdurchschnitt
6.130 Tonnen Silber den Besitzer. Im Vorjahresmonat war es mit 3.101 Tonnen
Silber nur knapp die Hälfte gewesen!
Philip Klapwijk, Chefanalyst von Thomson Reuters GFMS, spekulierte vor
wenigen Tagen in einer Pressemitteilung sogar, dass der Goldpreis zum
Jahresende, spätestens aber Anfang 2013 die Marke von 2.000 US-Dollar je
Unze überschreiten könnte. Neben der Eurokrise und dem generellen Misstrauen
in die weltweiten Währungen, sei vor allem die hohe Wahrscheinlichkeit von
einer dritten US-amerikanischen Fortsetzung von Quantitative Easing Garant
für diesen hohen Goldpreis. Für das erste Halbjahr 2012 warnte er aber vor
möglicherweise schwachen Goldnotierungen. Für diesen Zeitraum prognostiziert
der Edelmetallexperte nur einen Durchschnittspreis von 1.640 US-Dollar je
Unze.
Welche preislichen Szenarien an den Edelmetallmärkten im kommenden Jahr noch
möglich sind und welche Fundamentaldaten diese Einschätzungen stützen,
erfahren Sie im neuesten BullionReport von silberling.de
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port_Januar_2012.pdf
(02.02.2012 ns/si/as/tw)
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February 02, 2012 01:47 ET (06:47 GMT)- - 01 47 AM EST 02-02-12