von Jörg Bernhard
Neben Gold profitierten auch TripleA-Staatsanleihen, während sich italienische Anleihen in tiefere Kursregionen orientierten. Der weltgrößte Gold-ETF SPDR Gold Shares verbuchte trotz des gestrigen Comeback der Eurokrise erhebliche Abflüsse. Seit Mitte Februar belaufen sich diese auf über 50 Tonnen. Und die Analysten von Goldman Sachs fallen weiterhin vor allem durch ihre Skepsis gegenüber Gold auf. So reduzierten sie ihre Goldpreisprognose für 2013 recht deutlich, und zwar von 1.810 auf 1.600 Dollar. Die für heute angekündigte Rede von Ben Bernanke vor den Vertretern des US-Senats könnte neue Impulse generieren. Zuletzt zeigten sich die Marktakteure enttäuscht über die Gemütslage unter den US-Notenbankern. Die Diskussion über ein vorzeitiges Ende der ultralockeren Geldpolitik bekam dem Goldpreis gar nicht gut.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 9,50 auf 1.596,10 Dollar pro Feinunze.
US-Erdgas: Wetterbedingter Kurssprung
Neben Gold konnte sich zum Wochenstart auch der Gaspreis der allgemeinen Verkaufsstimmung entziehen. Dies hatte vor allem metereologische Gründe. Wetterberichte stellten bis weit in die nächste Woche kaltes Winterwetter für weite Teile der USA in Aussicht. Die erhöhte Volatilität könnte aber auch durch auslaufende Optionen und Futures verstärkt worden sein. Aus charttechnischer Sicht nehmen nun die Widerstände zu, die sich über einen Kursbereich von 3,50 bis 3,70 Dollar erstrecken. Ein solider Boden scheint sich hingegen bei 3,20 Dollar gebildet zu haben.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,006 auf 3,464 Dollar pro mmBtu.
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