von Jörg Bernhard
Die Marke von 1.780 Dollar scheint magnetische Kräfte zu haben. Doch auf Dauer dürfte dies nicht so bleiben. Sollte es nicht gelingen, die Hürde von 1.800 Dollar zu „knacken“, könnte die Enttäuschung darüber markante Gewinnmitnahmen auslösen. Die Bilanz dieses Jahres kann sich dennoch sehen lassen. Nach elf Jahren mit positiver Performance, beläuft sich das Plus seit dem Jahreswechsel auf aktuell 13 Prozent. In der aktuellen Handelswoche zeigten sich vor allem ETF-Investoren kauffreudig. Beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares legte seit vergangenen Freitag die gehaltene Goldmenge von 1.301,48 auf 1.308,41 Tonnen zu. Dieser Optimismus war in den Wochen zuvor auch an den Terminmärkten zu beobachten. Der nach Börsenschluss erwartete COT-Report (Commitments of Traders) dürfte dies einmal mehr belegen.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 18,10 auf 1.788,30 Dollar pro Feinunze.
US-Erdgas: Normaler Lageraufbau
Der gestrige Wochenbericht der US-Energiebehörde zum Erdgas wies einen Lagerzuwachs in Höhe von 67 Milliarden Kubikfuß aus. Weil der Wert damit in etwa den Erwartungen der Marktakteure entsprach und sich auch im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre Mitte September in nicht viel höheren Bahnen bewegte, fiel die Reaktion des Marktes relativ „unaufgeregt“ aus. Nichtsdestotrotz kann man den Bericht als weiteres Zeichen dafür sehen, dass sich das Überangebot an Erdgas weiter normalisiert. In 23 der 24 vergangenen Wochen entwickelten sich die Lagermengen geringer als im Fünfjahresschnitt aus. Ein charttechnischer Ausbruch aus der in diesem Sommer zu beobachtenden relativ breiten Tradingrange zwischen 2,30 und 3,00 Dollar ist daher nicht zu erwarten – überdurchschnittlich volatil dürfte der fossile Energieträger aber dennoch bleiben.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige Kontrakt auf Henry-Hub-Erdgas um 0,011 auf 2,808 Dollar pro mmBtu.
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