von Jörg Bernhard
So stagniert zum Beispiel seit zwei Tagen die gehaltene Goldmenge des weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares bei 1.274,79 Tonnen. Bis zu den Griechenland-Wahlen am 17. Juni dürften die Investoren weiterhin „im Nebel stochern“. Danach könnte es dann wieder etwas turbulent werden. Sollte keine politische Mehrheit für das Einhalten des beschlossenen Sparprogramms zustande kommen, dürfte an den Terminmärkten der Verkaufsdruck deutlich zunehmen und die Flucht in den Dollar fördern. Die Aussagekraft des für den Abend angekündigten COT-Reports (Commitments of Traders) dürfte diesmal kein exaktes Bild von der aktuellen Marktstimmung der Spekulanten liefern, da die Daten vom Dienstag stammen. Der jüngste Absacker bliebe somit unberücksichtigt.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 11,00 auf 1.577,00 Dollar pro Feinunze.
US-Erdgas: Lagerdaten belasten
Der am Donnerstagnachmittag veröffentlichte Wochenbericht des US-Energieministeriums zum Erdgas ließ den Gaspreis abstürzen und führte beim nächstfälligen Kontrakt zu einem Tagesverlust von über sechs Prozent. Damit machte der fossile Energieträger seinem Ruf, besonders volatil zu sein, alle Ehre. Die Reaktion auf den gemeldeten Anstieg der gelagerten Gasmengen kann jedoch als starke Überraschung bezeichnet werden. Mit 62 Milliarden Kubikfuß wurde der prognostizierte Lageraufbau lediglich um zwei Milliarden übertroffen, löste aber unter den Marktakteuren eine massive Verkaufswelle aus. Damit fiel der Henry-Hub-Erdgas-Future seit seinem Maihoch um mehr als 20 Prozent zurück.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,005 auf 2,279 Dollar pro mmBtu.