28.03.2013 15:09

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GOLD UND ERDGAS

Gold: Kein Run auf Gold wegen Zypern



Gold: Kein Run auf Gold wegen Zypern
Auf die Öffnung der Banken in Zypern reagierte der Goldpreis bislang mit nachgebenden Notierungen. Weil Panik ausblieb, hielten sich auch die Goldkäufe in Grenzen.

von Jörg Bernhard

Das erste Quartal 2013 neigt sich seinem Ende entgegen. Wie im Quartal zuvor, droht dem erfolgsverwöhnten Edelmetall erneut ein Minus. Seit Ende Dezember verlor es fast fünf Prozent an Wert. Noch werden die Probleme Zyperns nicht auf andere Problemländer oder gar die gesamte Eurozone übertragen. Die Beteiligung von betuchten Sparern an der Sanierung des landeseigenen Bankensektors hat jedoch gezeigt, wohin die Reise gehen könnte. Die erheblichen Kapitalabflüsse aus ETFs dürften in andere Vermögensklassen wie Aktien und Staatsanleihen bester Bonität geflossen sein. Während man Aktien, die Gewinne erwirtschaften, dank attraktiver Dividenden und ihres Sachwertcharakter durchaus Charme abgewinnen kann, fällt dies bei Anleihen schuldengeplagter Staaten eher schwer. Sie bestehen schließlich lediglich aus Papier und einem Zahlungsversprechen.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 7,80 auf 1.599,40 Dollar pro Feinunze.

US-Erdgas: Weiter auf dem Vormarsch

In Erwartung überdurchschnittlich kalter Temperaturen in den USA kletterte der Gaspreis auf den höchsten Stand seit 19 Monaten. Am Nachmittag könnte es bei der Preisfindung für den fossilen Energieträger wieder turbulenter zugehen. Um 15.30 Uhr steht nämlich der wöchentliche Bericht der US-Energiebehörde zum US-Gasmarkt an. Sollte die gemeldete Entwicklung der Lagermengen von den Prognosen des Marktes stark abweichen, könnte es – wie die Vergangenheit gezeigt hat – zu heftigen Reaktionen kommen. Traditionell gehört US-Erdgas zu den besonders schwankungsintensiven Rohstoffen. Aktuell beläuft sich zum Beispiel die historische 20-Tage-Volatilität bei Erdgas auf 23,5 Prozent, während sich die vergleichbare Risikokennzahl bei WTI-Rohöl auf lediglich 14,8 Prozent beläuft.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,019 auf 4,049 Dollar pro mmBtu.

Bildquellen: FikMik / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

Seckendhand schrieb:
28.03.2013 20:47:19

11Uhr20 Handelsblatt Historischer Einbruch: Goldpreis fällt so stark wie 2001! Da hätte Bernie besser abgeschrieben, dann wäre es noch grösserer Blödsinn geworden. Die Zahlen dort sprechen aber Bände!

MoDom schrieb:
Wertung: 1/5

28.03.2013 20:00:03

Hehe, die Logik des Finanzjournalismus. Also ob Aktien nicht auch nur Papier und, nicht anders als Staatsanleihen, ein Zahlungsversprechen, genauer gesagt, ein Wertversprechen, sind.

herbertgoergens schrieb:
28.03.2013 16:08:58

Jaja - die armen Banken. Zahlen keine gescheiten Zinsen, schöpfen Geld aus dem Nichts durch Kreditvergabe und sind trotzdem Bankrott. Und die gierigen Sparer, die sich raffgierig ganze 1,5% Zinsen jährlich für ihr Sparguthaben einverleibt haben, die sollen bluten! AU BACKE - Was ein Staat!

herbertgoergens schrieb:
Wertung: 1/5

28.03.2013 16:04:54

Aktien bestehen auch nur aus Papier. Schlimmer noch: sie werden in Bank-Depots verwaltet. Wer mir jetzt noch weis machen will dass diese nicht der Teilenteignung unterliegen könnten sollte mal bis 3 zählen lernen. Bankenkrise betrifft Banken! Nicht den im Garten vergrabenen Rohstoff Gold!

kalwin schrieb:
28.03.2013 15:59:25

Na, dann wollen wir mal hoffen, dass die armen Menschen in Zypern
endlich in Panik geraten, damit die Drecksspekulanten mit ihren Golddepots endlich hohe Gewinne machen .

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