von Jörg Bernhard
Nach der Fed, der EZB und der Bank von Japan gibt es nun Spekulationen, dass die chinesische Notenbank demnächst ebenfalls Stützungsaktionen verkünden könnte. Diese könnten dann Gold als Vermögensschutz weiterhin in einem glänzenden Licht erscheinen lassen. Die um sich greifenden wilden Streiks in der südafrikanischen Minenindustrie, dürften ebenfalls ein Grund für die lediglich temporäre Abwärtsbewegung des Goldpreises gewesen sein. Die Lohnerhöhung um 22 Prozent in der Platinindustrie weckt Begehrlichkeiten in anderen Minen des Landes. Zusammen mit der störanfälligen Energieversorgung in Südafrika könnte es bei der für 2012 erwarteten Goldproduktion zu Enttäuschungen kommen – mit entsprechenden Folgen für den Goldpreis.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 4,20 auf 1.784,70 Dollar pro Feinunze.
US-Erdgas beweist relative Stärke
Der am gestrigen Donnerstag veröffentlichte Erdgas-Wochenbericht der US-Energiebehörde löste lediglich temporäre Irritationen in Form eines Preisverfalls aus. Mit einem Lageraufbau in Höhe von 80 Milliarden Kubikfuß fiel das Angebot höher als erwartet aus. Die negative Überraschung wurde allerdings ausgesprochen souverän verkraftet. Aus charttechnischer Sicht deuten die Bollingerbänder auf ein erhöhtes Korrekturrisiko hin. In diesem Jahr folgte auf das Überwinden des oberen Bollingerbands häufig ein technischer Rücksetzer. Dabei ging es dann meist in Richtung unteres Bollingerband, welches aktuell bei 2,81 Dollar angesiedelt ist.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Gaspreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,002 auf 3,295 Dollar.
Bildquellen: Julian Mezger