von Jörg Bernhard
Die Marktakteure gehen davon aus, dass die japanische Notenbank – die sich zum Wochenstart zu einer zweitägigen Sitzung getroffen hat – weiterhin den Geldhahn aufdrehen dürfte. Der neue Ministerpräsident Shinzo Abe will nämlich den japanischen Yen schwächen und hätte nichts gegen Inflationsraten in Höhe von um die zwei Prozent. Bereits am Freitag veröffentlichte Goldman Sachs eine neue Analyse zum gelben Edelmetall. Die „Goldmänner“ erwarten in den kommenden drei Monaten einen Anstieg über die Marke von 1.825 Dollar und rechnen in der zweiten Jahreshälfte allerdings mit einem Rückschlag.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 2,50 auf 1.689,50 Dollar pro Feinunze.
Erdgas: Relative Stärke hält an
Die Chinesen haben im Dezember ihre LNG-Importe (verflüssigtes Erdgas) deutlich hochgefahren. Gegenüber dem Vormonat gab es eine Steigerung um 69 Prozent und auf Sicht eines Jahres belief sich das Plus auf 21 Prozent. Dies lag zum einen am winterbedingt erhöhten Heizbedarf und zum anderen am starken Anstieg der nationalen Industrieproduktion. Der Preis belief sich dabei im Durchschnitt auf mehr als zehn Dollar pro mmBtu. In den USA hat der Produktionsboom bei Schiefererdgas zu einem erheblichen Überangebot geführt und den Preis – langfristig betrachtet – deutlich unter vier Dollar stark fallen lassen. Im Januar haben sich die Perspektiven von US-Erdgas jedoch zusehends aufgehellt. Dank kaltem Winterwetter im Mittleren Osten und Nordosten der USA kletterte der Preis in der Spitze um 18 Prozent und ließ die historische 20-Tage-Volatilität zeitweise auf 40 Prozent ansteigen.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Gaspreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Henry-Hub-Erdgas um 0,033 auf 3,599 Dollar pro mmBtu.
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