von Jörg Bernhard
Die Rally bei deutschen Bundesanleihen könnte dem Bund-Future noch heute ein neues Rekordhoch bescheren. Der Goldpreis ist auf Dollarbasis von seiner eigenen Rekordmarke in Höhe von 1.921 Dollar mehr als 22 Prozent entfernt – auf Eurobasis fehlen ihm dagegen „lediglich“ rund fünf Prozent. Sollten die Europäer und der IWF den Griechen tatsächlich den Geldhahn zudrehen, stellt sich mit Blick auf den Goldpreis vor allem eine Frage: Gibt es aus ETFs und an den Terminmärkten mehr Abflüsse – zum Beispiel, um andere Verlustlöcher zu stopfen – oder erinnern sich die verunsicherten Investoren an die seit Jahren bewährte Funktion, Gold zum Vermögensschutz einzusetzen. Mit etwas Glück reagieren die Goldmärkte auch relativ gelassen, schließlich tendiert der Glaube an die Rettung Griechenlands seit Monaten gegen Null.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 14,60 auf 1.568,20 Dollar pro Feinunze.
Kupfer tendiert schwächer
Am Kupfermarkt sorgen sich die Marktakteure vor allem um die chinesische Konjunktur. Kein Wunder, schließlich nimmt das Riesenreich rund 40 Prozent des globalen Kupferangebots auf. Weil aber auch Europa und die USA Probleme bereiten, hat das rote Industriemetall seine Erholungsphase bei 3,55 Dollar abgebrochen und orientiert sich nun wieder in Richtung charttechnischer Boden. Dieser verläuft bei Dieser verläuft bei 3,25 Dollar pro Pfund. Im frühen Dienstagshandel erfahren die Anleger, wie sich die Stimmung unter den chinesischen Einkaufsmanagern im Juli entwickelt hat.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Kupferpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der September-Kontrakt (Comex) auf High-Grade-Copper um 0,098 auf 3,35 Dollar pro Pfund.
Bildquellen: Julian Mezger